In einem Bericht aus der Lieferkette heißt es, Apple habe die Bestellungen für iPad Pro OLED-Bildschirme bei einem Lieferanten gegenüber dem ursprünglichen Bedarf gekürzt, während ein anderer Lieferant davon nicht betroffen sei. Die Saga um OLED und das iPad läuft schon seit mehreren Jahren, wobei jüngste Gerüchte darauf hindeuten, dass es Anfang 2024 endlich auf den Markt kommen wird. Wenn jedoch ein neuer Bericht aus Chinas Lieferkette zutrifft, spürt einer der Bildschirmlieferanten von Apple die Auswirkungen der Auftragskürzungen.
Laut Asia Daily hat Apple rund 10 Millionen Bildschirme für die neue OLED-iPad-Pro-Serie bestellt. Davon wird LG voraussichtlich 6 Millionen Einheiten liefern, und die Bestellung von Samsung beläuft sich auf 4 Millionen Einheiten. Berichten zufolge gibt es keine Änderung bei den Bestellungen an Samsung. LG hat die Hauptlast getragen und wird nun voraussichtlich nur noch 3 bis 4 Millionen Bildschirme ausliefern.
In Berichten vom Donnerstagmorgen wurde „eine Quelle aus der Display-Industrie“ mit der Aussage zitiert, dass hinsichtlich der anfänglichen Nachfrage möglicherweise Vorsicht geboten sei. Eine andere Quelle aus der Veröffentlichung behauptet, dass der Durchschnittspreis für Smartphone-OLED-Panels zwischen 50 und 60 US-Dollar liegt, was fast doppelt so viel ist wie der Preis, den Apple für jeden OLED-Bildschirm zahlt.
Berichten zufolge bereitet LG Display die Verwendung eines neuen OLED-Materials namens „RDE“ im OLED-Panel des iPad Pro vor. Diese wesentliche Änderung wird offenbar in den Modellen enthalten sein, die im Jahr 2024 auf den Markt kommen.
Die derzeit in iPhone-Displays verwendeten OLED-Panels werden „Single-Layer-Produkte“ genannt, die eine lichtemittierende Schicht verwenden. Das RDE-Material, das LG Display verwenden möchte, hat eine doppelschichtige Tandemstruktur, das heißt, zwei lichtemittierende Schichten sind übereinander gestapelt.
Der Vorteil eines zweischichtigen Systems besteht darin, dass es die gleiche Helligkeit wie ein einschichtiges Panel erzeugt, dabei aber weniger Strom verbraucht. Darüber hinaus kann man sich auch auf die Effizienz und Lebensdauer des Panels freuen.
All dies soll einen hohen Preis haben. Das neueste Preisgerücht lässt ähnliche Zweifel am Bericht vom Donnerstag aufkommen und besagt, dass die OLED-iPad-Pro-Serie bei 1.500 US-Dollar starten und von dort aus schnell steigen wird.