Die italienische Datenschutzbehörde gab heute bekannt, dass sie OpenAI darüber informiert hat, dass ihr KI-Chatbot ChatGPT gegen Datenschutzbestimmungen verstößt. Die italienische Datenschutzbehörde ist eine der aktivsten Stellen, wenn es darum geht, zu beurteilen, ob KI den EU-Datenschutzbestimmungen entspricht. Letztes Jahr hat die Agentur ChatGPT kurzzeitig verboten.

Die italienische Datenaufsichtsbehörde erklärte damals, sie habe OpenAI vorübergehend daran gehindert, die Daten italienischer Nutzer zu verarbeiten. Gleichzeitig wurde eine Untersuchung des mutmaßlichen Verstoßes von ChatGPT gegen die Datenerfassungsvorschriften eingeleitet.

Die Ergebnisse offenbaren nun Faktoren, die auf einen oder mehrere potenzielle Datenschutzverstöße bei ChatGPT hinweisen.

OpenAI hat 30 Tage Zeit, sich zu verteidigen. Italiens Datenaufsichtsbehörde fügte hinzu, dass bei der Untersuchung auch Teile der Arbeit einer europäischen Task Force nationaler Datenschutzbehörden berücksichtigt würden.

Die rasante Popularität von ChatGPT hat bei Gesetzgebern und Regulierungsbehörden große Besorgnis hervorgerufen, wobei Italien das erste westeuropäische Land war, das die KI-App einschränkte.

Gemäß der 2018 eingeführten Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) der EU drohen jedem Unternehmen, das gegen die Regeln verstößt, Geldstrafen von bis zu 4 % seines weltweiten Umsatzes.

Im Dezember letzten Jahres einigten sich EU-Gesetzgeber und Regierungen auf vorübergehende Bestimmungen zur Regulierung von KI-Anwendungen wie ChatGPT und kamen damit der Einführung von KI-Regulierungsregeln einen Schritt näher.