Samsung Electronics wird im Februar dieses Jahres auf der IEEE Solid-State Circuits Conference (SSCC) in San Francisco seine GDDR7-Speicherchips der nächsten Generation vorstellen. Bereits beim „TechDay“ (TechDay) 2022 hatte das Unternehmen eine Vorschau auf GDDR7 gegeben. Der GDDR7-Speicherstandard richtet sich vor allem an Grafikkarten und Spielekonsolen und ist in seiner Bandbreite doppelt so hoch wie die des aktuellen GDDR6.
Samsung wird voraussichtlich einen GDDR7-Chip mit einer Datenübertragungsrate von 37 Gbit/s und einer Dichte von 16 Gbit (2 GB) vorführen.
Der GDDR7-Speicher nutzt PAM3- und NRZ-Signalisierung und zielt auf Datenübertragungsraten von bis zu 37 Gbit/s/Pin ab. Die Weiterentwicklung des GDDR7-Speichers beinhaltet höhere Signalraten und Burst-Größen, ohne den internen Takt der Speicherzelle wesentlich zu erhöhen. Dadurch kann jede GDDR-Version die Speicherbusfrequenz erhöhen und dadurch die Leistung verbessern.
Da Frequenzerhöhungen jedoch immer komplexer werden, sucht die Branche nach anderen Lösungen. GDDR6X ersetzt beispielsweise die herkömmliche NRZ-Kodierung durch PAM4-Kodierung und verdoppelt so effektiv die Datenübertragungsrate. PAM4 reduziert aufgrund der reduzierten Baudrate auch den Signalverlust erheblich.
GDDR7 verwendet jedoch die PAM3-Kodierung, die einen Kompromiss zwischen PAM4- und NRZ-Signalen darstellt. Dies ermöglicht höhere Datenübertragungsraten pro Zyklus als NRZ, wodurch der Bedarf an höheren Speicherbusfrequenzen verringert wird. Es wird erwartet, dass die Leistung von GDDR7 die von GDDR6 übertrifft, während der Stromverbrauch und die Implementierungskosten ebenfalls niedriger sind als bei GDDR6X.
Darüber hinaus bietet GDDR7 Möglichkeiten zur Optimierung der Speichereffizienz und des Stromverbrauchs. Dazu gehören vier verschiedene Lesetaktmodi, sodass es nur bei Bedarf ausgeführt werden kann. Das GDDR7-Speichersubsystem kann außerdem zwei unabhängige Befehle parallel ausgeben, um den Stromverbrauch zu optimieren.
Was die Veröffentlichung von GDDR7 betrifft, so wird erwartet, dass es möglicherweise noch in diesem Jahr zusammen mit GPUs der nächsten Generation von AMD und NVIDIA auf den Markt kommt.
Es wird erwartet, dass sowohl NVIDIA als auch AMD GDDR7 in ihren GPUs der nächsten Generation einführen. GDDR7 wird noch in diesem Jahr in Massenproduktion hergestellt und in NVIDIAs „Blackwell“-Grafikkarten der GeForce RTX50-Serie und AMD Radeon RX8000-Serie RDNA4 zum Einsatz kommen.