Ein Microsoft-Manager bezeichnete Apples Einhaltung der neuen EU-Richtlinie des DMA als „einen Schritt in die falsche Richtung“. Das Digital Markets Act wird im März dieses Jahres in Kraft treten. Apple hat einen Plan zur Einhaltung des EU-Rechts veröffentlicht, der von vielen Parteien verurteilt wurde. Apple erlaubt die Installation von Apps von externen Quellen zu einer geringeren Provision, für diese Apps wird jedoch eine Gebühr für die Kerntechnologie erhoben.
Xbox-Präsidentin Sarah Bond hat sich ebenfalls der Verurteilung der von Apple vorgeschlagenen App Store-Änderungen angeschlossen. Sie sagte, es sei „ein Schritt in die falsche Richtung“ und hoffe, „sie würden auf das Feedback hören.“
Diese Bewertungen erscheinen, obwohl Microsoft ebenfalls auf eine Provision von 30 % setzt, der Unterschied besteht jedoch darin, dass Microsoft nur für Spiele Gebühren erhebt, andernfalls würden App-Entwickler 100 % der Einnahmen aus Verkäufen über den Microsoft Store behalten.
Microsoft ist nicht das einzige Unternehmen, bei dem Führungskräfte Einwände gegen die von Apple vorgeschlagenen Änderungen geäußert haben, auch wenn ihre Einwände weniger laut waren. Tim Sweeney, CEO von Epic Games, bezeichnete den Plan als „heißen Müll“, während Daniel Ek, CEO von Spotify, ihn als „Abzocke“ bezeichnete.
Konkret wird Apple Entwicklern erlauben, App-Stores von Drittanbietern in der EU anzubieten, diese müssen jedoch einzeln genehmigt werden und einen manuellen Überprüfungsprozess durchlaufen. Die Provision für Apps, die außerhalb des App Stores verkauft werden, wird auf 17 % gesenkt, allerdings wird für diese Apps zusätzlich eine Core-Technology-Gebühr erhoben, die ab 1 Million Installationen 0,50 Euro pro Erstinstallation einer App beträgt.
Die EU wird bekannt geben, ob die Vorschläge von Apple ausreichen, um die Anforderungen des DMA zu erfüllen, nachdem eine Überprüfung am 7. März beginnt. Wenn Apple die EU-Maßnahmen nicht vollständig einhält, wird es das Ziel „starker Maßnahmen“ sein.