Aufgrund des globalen Wirtschaftsabschwungs und der bevorstehenden Herausforderungen für die Branche scheinen große Technologieunternehmen Mitarbeiter zu entlassen. Heute gab PayPal bekannt, dass das Unternehmen rund 2.500 Mitarbeiter entlassen wird, was etwa 9 % seiner gesamten Belegschaft entspricht. Laut Bloomberg sagte PayPal-CEO Alex Chriss in einem Brief an die Mitarbeiter, dass die Entlassungen notwendig seien, um das Unternehmen auf die richtige Größe zu bringen und „unsere Kunden mit der nötigen Geschwindigkeit zu bedienen und profitables Wachstum voranzutreiben. Gleichzeitig werden wir weiterhin in Geschäftsbereiche investieren, von denen wir glauben, dass sie Wachstum schaffen und beschleunigen können. Es gibt nicht viel zu feiern.“

Chris, der im September 2023 sein Amt als CEO antreten wird, sieht sich einem zunehmenden Wettbewerb in der digitalen Zahlungsbranche ausgesetzt. Die wachsende Beliebtheit und der Marktanteil von Wettbewerbern wie Apple Pay und Square haben das Geschäft von PayPal unter Druck gesetzt.

Darüber hinaus sind die Margen in den letzten Quartalen aufgrund steigender Kosten gesunken. Die PayPal-Aktie ist im vergangenen Jahr um mehr als 20 % gefallen, da das Unternehmen seine Finanzprognose senkte. Chris gab bei der Telefonkonferenz auch zu, dass die „Kostenbasis und die komplexe Struktur“ des Unternehmens das Wachstum des Unternehmens gebremst hätten.

PayPal beschäftigt derzeit weltweit rund 30.000 Mitarbeiter. Nach Abschluss der jüngsten Entlassungsrunde wird die Zahl der Mitarbeiter auf rund 27.000 reduziert. Von den Entlassungen sind vor allem vakante und noch unbesetzte Stellen betroffen. PayPal sagte, es werde die betroffenen Teammitglieder bis Ende der Woche kontaktieren.

Im vergangenen Jahr kündigte PayPal an, schrittweise 2.000 Mitarbeiter zu entlassen. Der frühere CEO Dan Schulman versicherte den betroffenen Mitarbeitern, dass sie großzügige Leistungen und die Unterstützung erhalten würden, die sie für den Übergang benötigen.

Mit dieser Entlassung reiht sich PayPal auch in die Riege von Technologieunternehmen wie Microsoft Xbox, Riot Games, Salesforce und Embracer ein. Gestern wurde berichtet, dass der Entwickler EidosMontreal 97 Mitarbeiter entlassen hatte. Erschreckenderweise entlässt Microsoft 1.900 Mitarbeiter von Activision-Blizzard, ZeniMax und Xbox.