Der Columbia-Gletscher in Alaska ist seit den 1980er Jahren erheblich um mehr als 20 Kilometer zurückgegangen, wobei der Klimawandel ein wesentlicher Faktor ist. Satellitenbilder aus dem Jahr 2023 verdeutlichen dramatische Veränderungen im Gletscher und die fortschrittliche Technologie zur Überwachung dieser Veränderungen.Die Copernicus Sentinel-2-Mission führt uns über den Columbia-Gletscher in Alaska, einen der sich am schnellsten verändernden Gletscher der Welt.
Dieses Satellitenbild der Copernicus Sentinel-2-Mission zeigt den schnellen Rückzug des Columbia-Gletschers in Alaska. Seit den 1980er Jahren hat sich der Columbia-Gletscher um mehr als 20 Kilometer zurückgezogen und dabei etwa die Hälfte seines Volumens verloren. Bildquelle: Enthält modifizierte Copernicus Sentinel-Daten (2023), verarbeitet von ESA, CCBY-SA3.0IGO
Der Columbia-Gletscher knapp über der Bildmitte ist ein Gezeitengletscher, der die schneebedeckten Hänge der Chugach Mountains hinunterfließt, die die obere Bildhälfte dominieren. Das Gebiet enthält die größte Gletscherkonzentration in Alaska.
Seit Anfang der 1980er Jahre ist der Columbia-Gletscher um mehr als 20 Kilometer zurückgegangen und hat dabei etwa die Hälfte seines Gesamtvolumens verloren. Dieser einzelne Gletscher ist für fast die Hälfte des Eisverlusts der Chugach Mountains verantwortlich.
Man geht davon aus, dass der Klimawandel die Ursache für den Gletscherschwund ist. Bis 1980, als der Gletscher seinen schnellen und anhaltenden Rückzug begann, wurde der Endpunkt des Gletschers am nördlichen Rand von Heather Island, nahe dem Ende der Columbia Bay, beobachtet, wo der Gletscher derzeit durch die Bucht fließt, bevor er in den Prince William Sound mündet. Dieses Satellitenbild wurde im September 2023 aufgenommen. Es zeigt, dass die Tiefen der Columbia Bay im Wesentlichen eisfrei sind und von zahlreichen Eisbergen und gebrochenem Meereis übersät sind.
Abhängig von der Sedimentmenge, die aus den Chugach Mountains stammt, erscheint das Wasser im gesamten Bild in unterschiedlichen Farben: Das klare Wasser im Pazifischen Ozean erscheint dunkelblau, während das trübe Wasser in Flussmündungen und Gletscherseen hellblau oder cyan erscheint.
Columbia ist nur einer von vielen Gletschern, die vom Klimawandel betroffen sind. Die Qualität der meisten Gletscher weltweit nimmt ab. Bevor es Satelliten gab, war es jedoch aufgrund ihrer Größe, Abgeschiedenheit und des rauen Geländes schwierig, den Gletscherrückgang zu messen und zu untersuchen, inwieweit Gletscher durch den Klimawandel anfällig sind.
Verschiedene Satelliteninstrumente können nun systematisch Informationen über große Gebiete sammeln und bieten so ein wirksames Mittel zur Überwachung von Veränderungen, zur Verfolgung aller Kalbungsstadien sowie zur Quantifizierung der Schmelzraten und ihrer Auswirkungen auf den Anstieg des Meeresspiegels.
Zusammengestellte Quelle: ScitechDaily