Kürzlich entschied der Oberste Gerichtshof Südkoreas, dass ein Südkoreaner, der den Militärdienst verweigert, mit 18 Monaten Gefängnis bestraft werden sollte. Gemäß dem Wehrdienstgesetz müssen alle gesunden koreanischen Männer 18 Monate lang Militärdienst leisten. Den Militärdienst verweigerte der Mann jedoch mit der Begründung, er sei „ein Gegner aller Kriege und aller Gewalt“. Das Gericht wies dieses Argument unter anderem deshalb zurück, weil er gerne „PlayerUnknown’s Battlegrounds“ spielte.

Der Mann wurde erstmals im November 2018 angeklagt, als er behauptete, er habe sich aufgrund seiner Antikriegsüberzeugungen geweigert, sich zu melden. In seinem Urteil aus dem Jahr 2018 (bestätigt vom Obersten Gerichtshof am 4. Februar) stellte das Gericht fest, dass der Angeklagte „keine Anstrengungen unternommen hat, seine erklärten ideologischen Überzeugungen zu verbreiten oder zu verwirklichen“. Das Gericht stellte außerdem fest, dass die Liebe des Mannes zu PlayerUnknown's Battlegrounds ein weiterer Beweis dafür sei, dass er kein Gegner von Krieg und Gewalt sei.

Das Gericht fügte hinzu: „Der Angeklagte gab zu, dass es ihm Spaß gemacht hat, Chicken Chicken zu spielen, ein Spiel, bei dem Charaktere in der virtuellen Realität mit Waffen getötet werden. Das Spiel weicht zwar von der Realität ab.

Das Gericht führte weitere Faktoren an, darunter die Behauptung des Mannes, das Militär habe die Menschenrechte missachtet und den Truppen „weit verbreitete unfaire Befehle“ erteilt. Das Gericht entschied, dass diese beiden Probleme nicht Teil der militärischen Ausbildung sind und je nach Dienstzweig und Zeit, in der eine Person gedient hat, unterschiedlich sind. Nun hat Südkoreas Oberster Gerichtshof das ursprüngliche Urteil bestätigt. Der Angeklagte muss 18 Monate im Gefängnis verbringen, genauso viel Zeit wie er beim Militär abgeleistet hat.