Im Januar dieses Jahres erreichte Großbritannien den Meilenstein von einer Million verkaufter Elektroautos, doch die Förderung von Elektrofahrzeugen steht immer noch vor vielen Herausforderungen, von stagnierenden Verkäufen aufgrund hoher Kosten bis hin zu anderen regulatorischen Hindernissen. Der öffentliche Widerstand ist ein weiterer Grund dafür, dass Elektroautos weniger akzeptiert werden, und ein bekannter Filmstar könnte dabei geholfen haben.
Der Schauspieler Rowan Atkinson ist mitverantwortlich für die Wahrnehmung von Elektroautos, sagte die Green Alliance, eine unabhängige britische Denkfabrik, am Dienstag vor dem britischen Parlament.
Atkinson, der einen Master-Abschluss in Elektrotechnik von der Universität Oxford besitzt, schrieb im vergangenen Juni eine Kolumne für eine britische Zeitung, in der er Elektroautos als „seelenlos“ und nicht als „Umweltheilmittel“ bezeichnete, für das sie alle gehalten wurden.
Er fügte hinzu, dass er ein Elektroauto gekauft habe, sich aber „betrogen“ fühle, obwohl er anerkenne, dass Elektroautos „wunderbare Mechanismen seien: schnell, leise und bis vor Kurzem sehr günstig zu fahren“.
Atkinson sagte damals auch: „Unsere Flitterwochen mit Elektroautos gehen zu Ende. Leider ist es wahrscheinlich besser, Ihr altes Benzinauto zu behalten, als ein Elektroauto zu kaufen.“
Der Artikel wurde von Branchenexperten kritisiert, die sagten, die Ansichten des britischen Schauspielers seien irreführend, und lösten eine Diskussion darüber aus, ob Elektrofahrzeuge die beste Option zur Reduzierung der CO2-Emissionen im Verkehr seien.
Das Grüne Bündnis behauptete am Dienstag, dass öffentlich zugängliche Informationen wie Atkinsons „schädigende“ Kolumne den Diskurs über Elektroautos verzerren würden, und zwar nicht im positiven Sinne.
„Einer der schädlichsten Artikel war ein Meinungsbeitrag von Rowan Atkinson, dessen Argumente gründlich widerlegt wurden“, sagte die Gruppe.
„Leider erreicht die Faktenprüfung nie das gleiche breite Publikum wie die ursprünglichen falschen Behauptungen, was die Notwendigkeit unterstreicht, während des Übergangs zu Netto-Null hohe redaktionelle Standards sicherzustellen.“
Der umweltorientierte Think Tank hob auch hervor, dass die rechtsgerichtete britische Zeitung Daily Mail eine „Anti-EV-Kampagne“ gestartet habe, die zwar einige ihrer Behauptungen falsch sei, aber dennoch „bei Verbrauchern und politischen Entscheidungsträgern Anklang finde“.