Wenn Sie dachten, die Übernahme von Activision Blizzard durch Microsoft sei vorbei, haben Sie sich geirrt. Kürzlich hat die US-amerikanische Federal Trade Commission (FTC) eine formelle Beschwerde beim Bundesberufungsgericht eingereicht. Der Grund für die Beschwerde ist, dass Microsoft mit seinen groß angelegten Entlassungen in der Spieleabteilung gegen seine Aussagen vor Gericht verstieß, als das Unternehmen um die Übernahme von Activision Blizzard kämpfte.
Konkret hat Microsoft vor einigen Wochen umfangreiche Entlassungen in seiner Gaming-Sparte vorgenommen, darunter auch zahlreiche Mitarbeiter von Activision Blizzard. In ihrer Beschwerde betonte die FTC, dass die Entlassung Hunderter Mitarbeiter von Activision Blizzard, darunter Entwickler und E-Sport-Profis, durch Microsoft einen direkten Verstoß gegen die in der Übernahme dargelegten Bedingungen darstelle. Microsoft versprach, Activision Blizzard nach der Fusion weiterhin unabhängig operieren zu lassen, doch nur wenige Wochen später entließ der Technologieriese Hunderte Mitarbeiter.
Die FTC sagte außerdem, dass Massenentlassungen die Fähigkeit von Activision Blizzard gefährden könnten, sich von Microsoft zu lösen, wenn das Unternehmen in seinem Verwaltungsverfahren Erfolg hat.