Laut einem aktuellen Bericht von Bloomberg konnte Valve gegen ein Bußgeld in Höhe von 1,6 Millionen Euro wegen Verstoßes gegen EU-Kartellvorschriften keine Berufung einlegen. Die Europäische Kommission verhängte die Geldbuße gegen Valve im Jahr 2021, weil das Unternehmen und einige seiner Partner die IP-Blockierung von Spielaktivierungscodes eingeführt hatten, wodurch Spieler regional daran gehindert wurden, Spielaktivierungscodes zu kaufen.
Dies bedeutet, dass in einigen Ländern der EU verkaufte Aktivierungscodes nicht in anderen Ländern der EU verwendet werden können. Die Europäische Kommission erklärte, dies verstoße gegen die Regeln des digitalen Binnenmarkts der EU.
Neben Valve hat die Europäische Kommission auch fünf weitere Unternehmen mit einer Geldstrafe belegt, weil sie Spiele auf Steam eingestellt haben: BandaiNamco, Capcom, Focus, KochMedia und ZeniMax. Insgesamt wurden Aktivierungscode-IP-Sperren in etwa 100 Spielen blockiert.
Valve erkennt den Verstoß nicht an. Das Unternehmen gab an, dass der regionalübergreifende Verkauf eingestellt wurde und nur noch eine kleine Anzahl von Aktivierungsschlüsseln gültig ist, nicht jedoch für Spiele, die direkt auf Steam verkauft werden. Valve hat mehrfach versucht, Berufung einzulegen, doch die Ergebnisse vieler Entscheidungen liegen immer noch auf Seiten der Europäischen Kommission. Allerdings hat Valve noch die Möglichkeit, Berufung einzulegen.
Die europäischen Behörden haben gegen die oben genannten Unternehmen insgesamt 7,8 Millionen Euro Strafe verhängt, wobei der Spielehersteller Focus mit 2,8 Millionen Euro die höchste Strafe erhielt.
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