Google sagte am Dienstag, es würde es Spammern erschweren, Nachrichten an Gmail-Nutzer zu senden. Das Unternehmen sagte, es werde von E-Mail-Absendern, die mehr als 5.000 E-Mails pro Tag an Gmail-Benutzer senden, verlangen, in ihren E-Mails eine Schaltfläche zum Abbestellen mit einem Klick bereitzustellen.
Das Unternehmen verlangt außerdem von ihnen, ihre E-Mail-Adressen zu zertifizieren und ihre Systeme so zu konfigurieren, dass sie beweisen, dass sie Eigentümer ihrer Domänennamen sind und keine IP-Adressen fälschen.
Google von Alphabet sagte, es dürfe keine E-Mails an Absender senden, deren E-Mails häufig als Spam markiert werden und deren Spam-Zustellungsrate unter dem „Schwellenwert für explizite Spam-Zustellung“ von 0,3 % liegt, gemessen mit den Postmaster Tools von Google.
Google gab an, mit Yahoo einen Vertrag über die Durchführung der gleichen Änderungen abgeschlossen zu haben, die im Februar 2024 in Kraft treten werden.
Die Schritte unterstreichen den anhaltenden Kampf zwischen großen Technologieunternehmen und Spammern, die offene Systeme wie E-Mail ausnutzen, um irreführende Nachrichten zu versenden und Benutzer zu belästigen. Maschinelles Lernen wird seit Jahren zur Spam-Bekämpfung eingesetzt, doch der Kampf geht weiter, da Spammer neue Techniken entdecken, um Filter zu umgehen.
Google-Produktmanager Neil Kumaran schrieb in einem Blogbeitrag: „Diese Änderungen sind wie eine Anpassung der E-Mail-Welt. Indem wir einige der versteckten Probleme beheben, können wir den reibungslosen E-Mail-Betrieb aufrechterhalten. Aber wie Anpassungen ist dies keine einmalige Aufgabe. Um E-Mails sicherer, benutzerfreundlicher und spamfreier zu halten, ist eine kontinuierliche Zusammenarbeit und Wachsamkeit der gesamten E-Mail-Community erforderlich.“
Die Änderungen von Google könnten sich auch auf einige legitime Vermarkter auswirken, die E-Mails aktiv nutzen, um Kunden anzusprechen oder mit ihnen in Kontakt zu bleiben, insbesondere indem sie verlangen, dass Nutzer sich schnell abmelden können.
Kaspersky Anti-Virus schätzt, dass etwa die Hälfte aller im Jahr 2022 versendeten E-Mails Spam sein werden.