Forscher haben mithilfe technologisch verbesserter Teller und viel Fantasie eine unterhaltsame Möglichkeit für Gäste und Köche geschaffen, das kulinarische Erlebnis zu verbessern. Ja, das bedeutet im Grunde, dass Sie jetzt mit Ihrem Essen spielen können. Informatikstudenten und Lebensmittelbegeisterte an der australischen Monash University haben ein einfaches und optimiertes System entwickelt, das über einen Teller verfügt, der mit Elektroden ausgestattet ist, die so programmiert werden können, dass sie Gewürztröpfchen auf dem Teller bewegen.

Das „Dancing Dish“-System ist von der Kunst sorgfältig gefertigter Dessertplatten inspiriert und konzentriert sich auf verschiedene Geschmackskombinationen, ermöglicht es den Zubereitern dieser komplexen Festmahle aber auch, eine Erzählung rund um die Gerichte zu schaffen.

„Zum Beispiel können Köche die Platzierung von Essenstropfen und Zutaten vorab bestimmen und das Gericht Bild für Bild wie eine Animation programmieren“, sagte Hauptautorin Jilian Deng von der School of Information Technology der Monash University. „Wir können feste und wässrige Produkte zusammenstellen, wir können zwei verschiedene Geschmacksrichtungen miteinander vermischen, wir können verschiedene Dinge auf Teller servieren, wir können mit chemischen oder physikalischen Reaktionen spielen, wie in der Molekularküche.“

Stilvolles Systemdiagramm, das Gewürze auf dem Teller tanzen lässt/ExertionGamesLab

Obwohl es in der Vergangenheit einige Überschneidungen zwischen Computer und Essen gab, ist dies das erste Mal, dass dies auf diese Weise geschieht, sodass Kreativität und Highlights dynamischer zum Ausdruck gebracht werden können.

Florian Mueller, Professor an der Monash University, sagte: „Die Verschmelzung von Gastronomie und Informatik wird unser Verständnis von Informatik und Gastronomie verändern, nicht als zwei unterschiedliche Dinge, sondern als ein neues Feld, das das Beste aus beiden Welten zusammenbringt. Dies wird nicht nur die Hotelbranche verändern, da sie durch interaktives Essen neue und unterschiedliche Geschichten erzählen und dadurch ansprechendere Erlebnisse schaffen kann, sondern es wird auch die Informatikausbildung verändern und es den Schülern ermöglichen, Computerkenntnisse durch Essen zu erlernen.“

Der Workshop zeigt die Geschmacksmischung und die optisch anregende Wirkung von „Dancing Food“-Designs

Die Forscher arbeiteten auch mit Köchen zusammen, um das Spiel zum Leben zu erwecken, und stellten den Studienteilnehmern die daraus resultierenden neuen Gerichte vor.

Matthew Birley, Chefkoch des Monash Clubs, der an einem der Workshops teilnahm, sagte: „Dieses Projekt hilft uns, bei der Zubereitung unserer Gerichte genauer über die Interaktion zwischen Gästen und Lebensmitteln nachzudenken.

Das Papier wurde in der Zeitschrift „DIS'23: Proceedings of the 2023 ACM Conference on Design of Interactive Systems“ veröffentlicht.

Weitere Informationen zum Dancing Food Project finden Sie im ExertionGamesLab-Portal oder im folgenden Video: