Oberflächlich betrachtet scheinen der amerikanische Technologieriese Apple und der chinesische Spieleentwickler MiHoYo in diesem Jahr näher beieinander zu sein als je zuvor. Im März dieses Jahres besuchte Apple-CEO Tim Cook während seines Chinabesuchs das Studio von MiHoYo. Sechs Monate später wurden auf der Pressekonferenz von Apple zur Vorstellung der neuesten iPhone 15-Serie auch zwei Spiele von MiHoYo vorgestellt.

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Apple Online Store (China)

Doch hinter den Kulissen lagen die beiden Unternehmen im Streit. Nach Angaben von thechinaproject hat miHoYo seit August dieses Jahres zweimal versucht, eine eigene Zahlungsmethode zu etablieren, um Nutzern Gebühren zu berechnen, ohne eine Provision an Apple zu zahlen, doch beide scheiterten.

Zum ersten Mal versuchte MiHoYo, Benutzer über MiHoYos offizielles Community-Forum „MiYouShe“ zum Kauf über die Website zu führen, doch MiHoYo wurde von Apple bald aus den Regalen genommen. Beim zweiten Mal startete MiHoYo ein kleines Programm auf Alipay, um dieses Ziel zu erreichen, aber Apple forderte MiHoYo erneut auf, diese Funktion zu deaktivieren.

Daniel Ahmad (alias ZhugeEx), Direktor für Forschung und Erkenntnisse beim Marktforschungs- und Beratungsunternehmen NikoPartners, erklärt: Berüchtigt hohe Provisionssätze – bekannt als die berüchtigte „Apple-Steuer“ – sorgen seit langem für Frustration bei Spieleentwicklern und -herausgebern auf der ganzen Welt.

Während miHoYo versucht, ein eigenes Zahlungssystem aufzubauen, schließt sich das Unternehmen einer Vielzahl globaler Unternehmen an, die zusammenarbeiten, um In-Game-Käufe außerhalb traditioneller App-Stores zu fördern und so die Bruttogewinnspanne zu steigern.