Google gab heute bekannt, dass es Kunden schützen wird, die einige seiner generativen künstlichen Intelligenzprodukte verwenden, wenn sie wegen Urheberrechtsverletzung verklagt werden. Kunden, die Produkte verwenden, die jetzt über integrierte generative KI-Funktionen verfügen, werden geschützt, sagte das Unternehmen in einem Blogbeitrag und wollte damit Bedenken zerstreuen, dass generative KI gegen Urheberrechtsbestimmungen verstoßen könnte.
Darin werden ausdrücklich sieben Produkte erwähnt, die gesetzlich abgedeckt werden: DuetAI in Workspace (einschließlich generiertem Text in Google Docs und Gmail sowie Bildern in Google Slides und Google Meet), DuetAI in Google Cloud, VertexAISearch, VertexAIConversation, VertexAIText-Einbettungs-API, visuelle Untertitel auf VertexAI und CodeyAPI. Beachten Sie, dass das Bard-Suchtool von Google nicht erwähnt wird.
„Wenn Sie in Urheberrechtsfragen angefochten werden, tragen wir die potenziellen rechtlichen Risiken“, sagte das Unternehmen.
Google sagte, es werde einen „zweigleisigen, branchenweiten Ansatz“ zur Entschädigung für geistiges Eigentum verfolgen, der die Ergebnisse seiner Trainingsdaten und die zugrunde liegende Modellerstellung abdecken würde. Das bedeutet, dass Google rechtlich zur Verantwortung gezogen wird, wenn jemand wegen der Verwendung von urheberrechtlich geschütztem Material in seinen Trainingsdaten verklagt wird.
Das Unternehmen sagte, die Vergütung rund um Trainingsdaten sei „eigentlich kein neuer Schutz“. Google räumte jedoch ein, dass Kunden klarstellen wollten, dass seine Schutzmaßnahmen die Möglichkeit abdeckten, dass Trainingsdaten urheberrechtlich geschützte Informationen enthielten.
Google wird Nutzer auch dann schützen, wenn sie aufgrund von Ergebnissen verklagt werden, die nach der Verwendung des zugrunde liegenden Modells erzielt wurden. Zum Beispiel, wenn sie Sätze generieren, die veröffentlichten Arbeiten ähneln. Das Unternehmen weist darauf hin, dass dieser Schutz „nur insoweit gilt, als Sie die resultierende Ausgabe nicht absichtlich erstellen oder verwenden, um die Rechte anderer zu verletzen.“
Andere Unternehmen haben ähnliche Erklärungen abgegeben. Microsoft hat angekündigt, die rechtliche Verantwortung für Unternehmensbenutzer seiner Copilot-Produkte zu übernehmen. Adobe sagte, es werde Unternehmenskunden, die Firefly nutzen, vor Urheberrechts-, Datenschutz- und Publizitätsansprüchen schützen.
Urheberrechtsprobleme plagen generative KI-Plattformen schon lange, und mittlerweile gibt es immer mehr Klagen gegen verschiedene Unternehmen wegen angeblicher Urheberrechtsverletzungen. Eine der jüngsten Klagen wurde von prominenten Autoren wie George R.R. Martin, John Grisham und Jody Picoult eingereicht.
Laut Reuters steht Google vor einer Sammelklage wegen angeblicher Verwendung persönlicher Informationen und urheberrechtlich geschützter Daten zum Trainieren von Modellen der künstlichen Intelligenz.