Laut mit der Angelegenheit vertrauten Personen befindet sich Boeing Co. in Gesprächen mit dem US-Verteidigungsministerium über die Beibehaltung seines Regierungsauftragsgeschäfts. Das Unternehmen hatte zuvor zugestimmt, sich im Zusammenhang mit den tödlichen Abstürzen zweier 737-Max-Jets schuldig zu bekennen. Laut CCTV-Nachrichten bestätigte United Airlines, dass am frühen Morgen des 8. Juli Ortszeit ein Reifen eines amerikanischen Passagierflugzeugs vom Typ Boeing 757 abgefallen sei, als es vom Los Angeles International Airport startete.
Es wird berichtet, dass bei diesem Unfall keine Sachschäden oder Verletzte gemeldet wurden. United sagte in einer Erklärung, dass die Reifen des Flugzeugs geborgen worden seien und die Ermittlungen noch andauern.
Ein Pentagon-Sprecher sagte am Montag, dass das Verteidigungsministerium die Einverständniserklärung und damit zusammenhängende Angelegenheiten prüfen werde, um „festzustellen, welche Schritte notwendig und angemessen sind, um die Bundesregierung zu schützen“.
Das Schuldeingeständnis von Boeing könnte die Durchführbarkeit solcher Verträge in Frage gestellt haben. Die Verteidigungs-, Raumfahrt- und Sicherheitssparte von Boeing machte im vergangenen Jahr etwa ein Drittel des Gesamtumsatzes des Unternehmens aus.
Boeing stimmte am Montag zuvor einem Deal mit dem Justizministerium zu und bekannte sich in zwei 737 MAX-Strafverfahren schuldig. Zu den von Boeing akzeptierten Strafen gehört die Zahlung einer Geldstrafe in Höhe von etwa 244 Millionen US-Dollar sowie die Verpflichtung, in den nächsten drei Jahren mindestens 455 Millionen US-Dollar in die Verbesserung der Compliance und in die Verbesserung der Sicherheitsspezifikationen zu investieren.