Wissenschaftlern am Trinity College Dublin ist es gelungen zu verstehen, wie man die potenziell tödlichen MRSA-Bakterien bekämpft. Sie zeigten in einem Tiermodell, dass die gezielte Behandlung eines wichtigen inhibitorischen Immunmoleküls (IL-10) während der Injektion die Schutzwirkung des Impfstoffs vor Infektionen verbesserte.
Forscher haben im Kampf gegen MRSA erhebliche Fortschritte erzielt, indem sie auf das immunsuppressive Molekül IL-10 abzielten, um die Wirksamkeit von Impfstoffen zu erhöhen. Ihre Ergebnisse zeigen, dass die Neutralisierung von IL-10 die Immunantwort verstärken und zur Beseitigung der Bakterien in Tiermodellen beitragen kann.
Staphylococcus aureus ist eine der Hauptursachen für ambulant und im Krankenhaus erworbene bakterielle Infektionen und tötet jedes Jahr weltweit mehr als 1 Million Menschen. Leider sind Antibiotika gegen dieses Bakterium immer weniger wirksam und antibiotikaresistente MRSA verursachen in Ländern mit hohem Einkommen die meisten Todesfälle.
Daher konzentrieren sich Wissenschaftler darauf, Lösungen zur Bekämpfung von Staphylococcus aureus-bedingten Infektionen zu finden. Eine der attraktiven Optionen ist ein Impfstoff, und obwohl in den letzten Jahren an dieser Front einige Fortschritte erzielt wurden, gibt es immer noch einige erhebliche Hindernisse. Ein Hindernis scheint die Fähigkeit von S. aureus zu sein, die Immunantwort zu unterdrücken, indem es einen natürlichen Bruchpunkt im Immunsystem aktiviert, ein wichtiges immunsuppressives Molekül namens Interleukin-10 (IL-10), das Entzündungen im Körper reduziert.
Das Interessante an Staphylococcus aureus ist, dass dieses Bakterium nicht nur ein tödlicher Krankheitserreger ist, sondern auch in oder auf uns lebt, aber keinen Schaden anrichtet. Bei diesen asymptomatischen Interaktionen beeinflussen die Bakterien jedoch die Immunantwort – das heißt, dass es bei der Verabreichung des S. aureus-Impfstoffs für das Immunsystem schwierig ist, angemessen zu reagieren.
In Forschungsergebnissen, die heute (8. Juli) in der renommierten Fachzeitschrift „JCI Insight“ veröffentlicht wurden, fanden Forscher in Tiermodellen heraus, dass, wenn Probanden mit einem Impfstoff immunisiert werden, so dass ihr Immunsystem auf eine Infektion reagiert und Antikörper produziert, die IL-10 neutralisieren, die Immunantwort (durch spezialisierte T-Zellen) verbessert wird und die bakterielle Clearance-Rate auch bei nachfolgenden Infektionen verbessert wird.
Staphylococcus aureus ist ein häufiges Bakterium, das auf der Haut und Nase vieler Menschen vorkommt. Obwohl Staphylococcus aureus normalerweise harmlos ist, kann es, wenn es durch einen Schnitt oder eine andere Wunde in den Körper gelangt, eine Reihe leichter bis schwerer Infektionen verursachen. Zu den Infektionen zählen Hautprobleme wie Furunkel und Impetigo, aber auch schwerwiegendere Probleme wie Lungenentzündung, Blutinfektionen und Endokarditis. Ein besonders besorgniserregender Aspekt von S. aureus ist seine Fähigkeit, gegen Antibiotika resistent zu werden, insbesondere gegen MRSA (Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus), der schwer zu behandeln ist und bekanntermaßen schwere Krankenhausinfektionen verursacht.
Das Forschungsteam wurde von Rachel McLoughlin, Professorin für Immunologie an der School of Biochemistry and Immunology am Trinity College Dublin, geleitet. Rachel, Professorin für Immunologie an der School of Biochemistry and Immunology am Trinity College Dublin, sagte: „Zusammengenommen sind unsere Ergebnisse vielversprechend für eine neuartige Strategie, die die Wirksamkeit von Impfstoffen verbessern könnte, die zur Hemmung von Staphylococcus aureus-Infektionen entwickelt wurden.“
„Unsere Arbeit deutet auch stark darauf hin, dass eine frühere Exposition gegenüber diesem Bakterium zu einer Situation führen kann, in der unser Immunsystem es nicht mehr als Bedrohung ansieht und daher aufgrund der Entstehung dieses immunsuppressiven Zustands nicht mehr in der Lage ist, angemessen auf den Impfstoff zu reagieren. Dies verdeutlicht erneut, warum die Immunisierung mit etwas, das zur Neutralisierung von IL-10 beiträgt, neue Hoffnung auf eine wirksame Prävention gegen S. aureus bringt.“
Zusammengestellt von /ScitechDaily