Microsoft hat Activision Blizzard offiziell übernommen, doch die US-Regulierungsbehörden lehnen den Deal immer noch ab und nennen ihn eine „Bedrohung für den Wettbewerb“. Die US-amerikanische Federal Trade Commission (FTC) hatte zuvor versucht, den Deal zu blockieren, doch ein Richter konnte Microsoft erfolgreich überzeugen. Die FTC legt auf Bundesebene weiterhin Berufung gegen die Übernahme ein, nachdem eine frühere Berufung abgelehnt wurde, und die Übernahme wird weiterhin ein Schwerpunkt der Behörde sein.
Ein FTC-Sprecher sagte gegenüber DEADLINE: „Obwohl Microsoft und Activision Blizzard die Transaktion vor der Anhörung vor dem Berufungsgericht im Dezember abgeschlossen haben, beobachten wir weiterhin das Bundesberufungsverfahren.“
Die FTC sagte, dass Ubisofts Vereinbarung mit Microsoft über den Verkauf seiner Cloud-Gaming-Rechte „eine völlig neue Tatsache in die Fusion einbringt“, die sich auf US-Verbraucher auswirken könnte. Ein Sprecher sagte, dies werde im Rahmen des laufenden Berufungsverfahrens geprüft. „Die FTC ist weiterhin davon überzeugt, dass diese Transaktion eine Bedrohung für den Wettbewerb darstellt“, sagte die Agentur.
Microsoft hat die Cloud-Gaming-Rechte von Activision Blizzard an Ubisoft verkauft, um die britische Regulierungsbehörde (CMA) davon zu überzeugen, dem Deal zuzustimmen. Im Rahmen der Vereinbarung erwirbt Ubisoft für die nächsten 15 Jahre dauerhaft Cloud-Gaming-Rechte an bestehenden Activision Blizzard-Spielen und allen zukünftigen Titeln.
Microsoft besitzt derzeit sämtliche IP-Adressen von Activision Blizzard, einschließlich „Call of Duty“ und „World of Warcraft“.
Der derzeitige CEO von Activision Blizzard, Bobby Caudick, bleibt bis Ende 2023 im Amt und berichtet direkt an Xbox-Chef Phil Spencer. Der „goldene Fallschirm“ für seinen Abgang beläuft sich auf bis zu 400 Millionen Dollar oder mehr.
Am 6. Dezember findet eine Berufungsanhörung zwischen der FTC und Microsoft statt.