Einen Weltrekord zu brechen ist keine leichte Aufgabe, insbesondere wenn die Plattform so klein ist wie der Raspberry Pi. Allerdings hat Jeff Geerling bei seinem neuesten Raspberry-Pi-Übertaktungsexperiment alle Weltrekorde gebrochen. Jeffs CPU taktete mit 3,4 GHz und erzielte im Geekbench6 die höchsten Single-Core- und Multi-Core-Werte. Die bisher höchste Punktzahl hatte Thomas Kaiser mit einem Single-Core-Score von 1037 Punkten und einem Multi-Core-Score von 2137 Punkten.
Jeffs Hauptfrequenz erreichte 3,3 GHz, mit einem Single-Core-Score von 1092 Punkten und einem Multi-Core-Score von 2163 Punkten und brach damit den Rekord. Allerdings ist es keine leichte Aufgabe, diese Taktraten zu erreichen. Obwohl Jeff vor ein paar Monaten beim Pi Day 3,14 GHz erreichte, kann der Pi5 aufgrund von Spannungsbeschränkungen nicht ohne Weiteres über 3,0 GHz kommen. Mit der Veröffentlichung neuer Firmware- und NUMA-Emulations-Patches scheint es nicht länger darum zu gehen, bis an die Grenzen zu gehen.
Mit benutzerdefiniertem Code und einigen Spannungsanpassungen konnte Jeff eine Frequenz von 3,3 GHz bei etwa 1,07 Volt aufrechterhalten, aber eine stabile Frequenz von 3,4 GHz zu erreichen war viel schwieriger. Nach vielen gescheiterten Versuchen griff Jeff auf verschiedene Kühlmethoden zurück, darunter Peltier-Kühlung und einen maßgeschneiderten Noctua-Lüfter, der dem Pi Luft direkt zuführte.
Bevor die Kühlmethode übernommen wurde, blieb der RaspberryPi5 hängen, und obwohl die Spannung etwa 1,08 V erreicht hatte, konnte die Hardware den Geekbench6-Test nicht erfolgreich abschließen. Nachdem er einige Kühlmethoden hinzugefügt hatte, erreichte Jeff einen Single-Core-Score von 1094 bei 3,3 GHz.
Das Erreichen von über 1100 Punkten und 3,4 GHz war eine größere Herausforderung, da sein System häufig unter Speicherfehlern litt. Der Einbau eines weiteren Kühlkörpers unter der Pi-Platine und die Erhöhung der Spannung auf 1,08 V funktionierten jedoch einwandfrei. Der Pi5 erreichte nicht nur 3,4 GHz, sondern erzielte auch 1121 Single-Core-Punkte und 2219 Multi-Core-Punkte und übertraf damit seinen bisherigen Rekord.
Trotz dieser unglaublichen Leistung rät Jeff davon ab, es zu Hause auszuprobieren. Für ihn war es nur ein „Spaß“-Experiment, das nur zu geringfügigen Verbesserungen führte. Wenn man bedenkt, dass RaspberryPi5 bei einer Frequenz von 3,4 GHz bis zu 20 W verbraucht, ist dies für normale Benutzer nicht praktikabel.
Dennoch hatte er das Glück, dieses hervorragende Stück Silizium von Wafer Chip zu bekommen, was einer der Gründe dafür ist, dass er so hohe Taktraten und Geekbench-Ergebnisse erzielen konnte.