Laut einem Bericht der „Washington Post“ vom 13. September Ortszeit unter Berufung auf zwei hochrangige US-Regierungsbeamte ergaben die Ergebnisse einer internen Untersuchung des US-Geheimdienstes, dass es während des Attentatsversuchs auf den ehemaligen US-Präsidenten Trump zu schwerwiegenden Verstößen in der eigenen Arbeit des US-Geheimdienstes gekommen sei.

Berichten zufolge planten Mitarbeiter des US-Geheimdienstes zunächst, eine große Anzahl von Geräten und Flaggen zu installieren, um die Sicht zwischen dem Dach, auf dem sich der Schütze befand, und dem Veranstaltungsort, an dem Trump sprach, zu blockieren, doch dieser Wunsch wurde nicht umgesetzt. Der Bericht wies darauf hin, dass es auch schwerwiegende Mängel im System der Nachrichtenübermittlung gebe. Der Funkraum des Geheimdienstes, der die Alarmsignale der Polizeipatrouille in Echtzeit empfangen sollte, konnte das Signal nicht empfangen.


Bevor Trump bei der Kundgebung eintraf, hatte die örtliche Polizei eine Warnung vor einem verdächtigen Mann auf der Kundgebung herausgegeben, der Secret Service hatte dies den Mitarbeitern jedoch nicht umfassend mitgeteilt. Nachdem Trump zu sprechen begann, erhielten Geheimdienstagenten von der örtlichen Polizei keine Informationen über die Verfolgung des verdächtigen Mannes. Das Foto des Verdächtigen, der später Trump erschoss, wurde nur an einen Mitarbeiter des Secret Service geschickt.

Berichten zufolge könnten die Ergebnisse der förmlichen Untersuchung in einigen Tagen bekannt gegeben werden.

Am 13. Juli erlitt Trump bei einer Kundgebung in Butler, Pennsylvania, einen „Attentatsversuch“. Sein rechtes Ohr wurde verletzt. Ein Zuschauer starb und zwei weitere Zuschauer wurden schwer verletzt. Einem Bericht des US-Geheimdienstes zufolge hat ein Schütze von einem hohen Platz außerhalb des Kundgebungsgeländes aus „mehrere Schüsse“ auf das Podium abgefeuert, auf dem Trump saß. Der Schütze wurde von Geheimdienstmitarbeitern getötet.