Am 19. Oktober wurden das Orion-Besatzungsmodul und das Servicemodul für die Artemis-II-Mission im Neil Armstrong Operations and Overhaul Building der NASA im Kennedy Space Center in Florida miteinander verbunden.Nachdem die Hardware-Installation und -Tests in den letzten Monaten erfolgreich abgeschlossen wurden, verbanden die Ingenieure die beiden Hauptkomponenten von Orion, um den NASA-Astronauten Reid Wiseman, Victor Glover und Christina Koch sowie dem Astronauten Jeremy Hansen von der Canadian Space Agency (CSA) den Flug um den Mond und den sicheren Heimtransport zu ermöglichen.

Die Besatzungs- und Servicemodule der Raumsonde Artemis II Orion wurden kürzlich im Kennedy Space Center der NASA in Florida integriert. Bildquelle: NASA

Nachdem nun die Besatzungs- und Servicemodule integriert sind, wird das Team zum ersten Mal die kombinierten Besatzungs- und Servicemodule einschalten. Sobald der Einschalttest abgeschlossen ist, wird Orion mit dem Test des Höhenmoduls beginnen, der es dem Raumschiff ermöglichen wird, unter Bedingungen zu operieren, die der Vakuumumgebung des Weltraums so nahe wie möglich kommen.

Künstlerische Darstellung der Orion-Raumsonde mit dem Servicemodul der ESA. Das Servicemodul befindet sich direkt unter dem Orion-Besatzungsmodul und versorgt die vier Astronauten mit Antrieb, Strom, thermischer Kontrolle, Wasser und Luft. Einige dieser Teile werden nur für den Start benötigt und kurz vor dem Eintritt in den Weltraum entsorgt. Raumfahrzeugadapter verbinden Orion mit der Trägerrakete. Einwegverkleidungen für Raumfahrzeugadapter bieten aerodynamischen Schutz beim Start. Wenn sich die Trägerrakete hoch genug über der Erde befindet, wird die Verkleidung herausgeschleudert und fällt ins Meer. Quelle: NASA

Die von der NASA entwickelte Raumsonde Orion stellt den Höhepunkt moderner Weltraumforschungstechnologie dar und soll Astronauten tiefer als je zuvor in das Universum befördern. Die Orion-Raumsonde wurde für langfristige bemannte Weltraummissionen entwickelt und wird der Eckpfeiler des ehrgeizigen Programms der NASA sein, Menschen zum Mond, zum Mars und darüber hinaus zu schicken. Das Raumschiff besteht aus zwei Hauptteilen: dem Besatzungsmodul, in dem die Astronauten leben und arbeiten, und dem Servicemodul, das der Besatzung Lebenserhaltung, Antrieb und andere notwendige Systeme zur Verfügung stellt.

Das Besatzungsmodul von Orion verfügt über ein hochmodernes Lebenserhaltungssystem und bietet Platz für bis zu sechs Astronauten, die 21 Tage lang im Weltraum arbeiten. Diese Fähigkeit stellt die Gesundheit der Besatzung sicher, wenn sie von anderen Unterstützungsstrukturen wie Mondtoren oder Weltraumfahrzeugen getrennt ist. Das Servicemodul des Raumfahrzeugs wurde in Zusammenarbeit mit der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) entwickelt und versorgt das Besatzungsmodul mit wesentlichen Dingen wie Antrieb, Strom, Temperaturkontrolle und Wasser.

Aufbauend auf den Apollo- und Space-Shuttle-Programmen markierte die Raumsonde Orion eine neue Ära in der Weltraumforschung.