Vor etwa 41.000 Jahren kehrte sich das Erdmagnetfeld im sogenannten Rushamp-Ereignis kurzzeitig um. Während dieser Zeit schwächte sich das Erdmagnetfeld erheblich ab und erreichte nur noch 5 % seiner aktuellen Stärke, wodurch mehr kosmische Strahlung in die Erdatmosphäre eindringen konnte.
Wissenschaftler der Technischen Universität Dänemark und des Deutschen GeoForschungsZentrums nutzten Daten der Swarm-Mission der ESA sowie Daten aus anderen Quellen, um eine akustische Visualisierung des Ruskamp-Ereignisses zu erstellen. Sie kartierten die Bewegung der Erdmagnetfeldlinien während der Veranstaltung und erstellten eine Stereoversion, die Sie im Video erleben können.
Die Klanglandschaft wurde aus Aufnahmen natürlicher Geräusche wie knarrendem Holz und fallenden Steinen erstellt und diese zu vertrauten, aber dennoch unbekannten Klängen vermischt, fast wie die Stimmen von Außerirdischen in einem Science-Fiction-Film. Der Prozess der Verwendung von Daten zur Konvertierung von Klängen ähnelt dem Komponieren von Musik aus einer Partitur.
Daten aus der Schwarmkonstellation der ESA werden verwendet, um besser zu verstehen, wie das Erdmagnetfeld erzeugt wird. Diese Satelliten messen magnetische Signale nicht nur vom Erdkern, sondern auch vom Erdmantel, der Kruste, den Ozeanen bis hin zur Ionosphäre und Magnetosphäre. Diese Daten sind von entscheidender Bedeutung für die Untersuchung von Phänomenen wie geomagnetischen Umkehrungen und der inneren Dynamik der Erde.
Der Klang des Erdmagnetfelds ist die erste sonifizierte Version des Magnetfelds, das mithilfe von Schwarmdaten erzeugt wurde. Es wurde ursprünglich über ein System aus 32 Lautsprechern abgespielt, die auf einem öffentlichen Platz in Kopenhagen aufgestellt waren, wobei jeder Lautsprecher Veränderungen im Magnetfeld an verschiedenen Orten auf der Welt im Laufe der letzten 100.000 Jahre darstellte.
Zusammengestellt von/SciTechDaily