Am 27. November kam es zu Panikverkäufen beim russischen Rubel. Der Wechselkurs des Rubels gegenüber dem US-Dollar fiel einst um mehr als 8,5 % auf 114,75 Rubel pro US-Dollar, ein neuer Tiefpunkt seit einem Jahr. Auch der Wechselkurs des russischen Rubels gegenüber dem Euro ist unter 120 Rubel pro Euro gefallen, mit einem Rückgang von mehr als 9 % im Tagesverlauf. Seit letztem Donnerstag ist der Rubel gegenüber dem US-Dollar um mehr als 12 % und gegenüber dem Euro um mehr als 13 % gefallen.
Nach Angaben der Financial Associated Press glauben viele Analysten, dass es keinen anderen Grund für den Rückgang des Rubels gibt, außer dass Russlands Militäroperationen in der Ukraine eine neue Runde von Spannungen mit dem Westen und neue Finanzsanktionen ausgelöst haben.
Sanktionen gegen den russischen Finanzsektor verschärften den Rückgang des Rubels. Sanktionen stören Außenhandelszahlungen,
Vor einigen Tagen sagte Tatha Ghose, Devisenanalystin der Commerzbank, in einem Bericht, dass der Rubel in der vergangenen Woche stark abgewertet habe, da geopolitische Konflikte und Sanktionen Russlands Energie- und Rohstoffhandel beeinträchtigt hätten, was zu schwachen Fundamentaldaten geführt habe. Er sagte, dies sei weniger offensichtlich, wenn man nur den Dollar gegenüber dem Rubel betrachte, da der Greenback gegenüber den Währungen der Schwellenländer stark gestiegen sei. „Aber es wird deutlich, wenn man den Euro-Rubel-Wechselkurs betrachtet, der seit Mitte November ebenfalls steigt.“
Russlands Wirtschaft ist seit dem Konflikt zwischen Russland und der Ukraine von westlichen Sanktionen betroffen. Russlands Energieeinnahmen gingen im vergangenen Jahr um fast ein Viertel zurück, was teilweise auf westliche Handelsbeschränkungen zurückzuführen ist, darunter eine Preisobergrenze von 60 US-Dollar pro Barrel für russisches Öl.
Die Zentralbank Russlands erklärte, dass diese Entscheidung dazu beitragen werde, die Volatilität auf dem Finanzmarkt zu verringern, und dass die Zentralbank Russlands auf der Grundlage der tatsächlichen Wirtschaftslage des Landes entscheiden werde, ob sie Anfang 2025 die Devisenkäufe wieder aufnehmen werde.
Der russische Wirtschaftsminister erklärte:
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Der russische Finanzminister Siluanow wies darauf hin, dass der schwache Rubel für Exportunternehmen von Vorteil sei. Allerdings wird die Abwertung des Rubels auch die Kosten für importierte Waren erhöhen und die inländische Inflationsrate Russlands in die Höhe treiben.
Ab Ende 2023 wird die russische Zentralbank den Leitzins bei 16 % belassen. Vor dem Hintergrund der sich beschleunigenden Inflation erhöhte die Bank sie jedoch im Juli dieses Jahres auf 18 % und im September auf 19 %.
Nach der Erhöhung übertrafen die Zinssätze des Landes die kurz nach Februar 2022 eingeführten Notzinssätze und erreichten den höchsten Stand seit 2003.