Steam-Benutzer haben sich schon lange gefragt, wann Valve die benutzerdefinierte Linux-Distribution von SteamDeck für andere Geräte verfügbar machen würde. Während das Unternehmen seine Software-Roadmap noch nicht bekannt gegeben hat, liefern neue interne Leitlinien den neuesten Beweis dafür, dass diese Pläne Fortschritte machen. Interessanterweise fällt diese Entwicklung mit Samsungs neuem Patent für ein Linux-basiertes Handheld-Gaming-Gerät zusammen.


Das neue Logo von Valve und die Markenrichtlinien „Powered by SteamOS“ erwähnen andere Geräte, was darauf hindeutet, dass das SteamDeck bald nicht mehr die einzige Hardware sein könnte, auf der Valves benutzerdefinierte Linux-Distribution läuft. Die Einführung des Betriebssystems auf andere PCs könnte Microsofts Einfluss auf PC-Spiele lockern.

Auf Seite 16 des neuesten internen Dokuments von Valve werden Geräte beschrieben, auf denen SteamOS vorinstalliert ist und die das spielorientierte Betriebssystem direkt starten können. Obwohl Valve bereits seine Absicht bestätigt hat, SteamOS auf mehr PCs verfügbar zu machen, ist noch unklar, ob das Unternehmen die Distribution an Hardwarehersteller lizenzieren oder als kostenlosen Download für alle PC-Benutzer veröffentlichen wird.

Eine Anfang des Jahres veröffentlichte SteamOS-Beta enthielt Code, der ASUS ROGAlly erwähnte, einen der beliebtesten Windows-basierten Konkurrenten von SteamDeck. Es ist nicht verwunderlich, dass Linux-Distributionen ihren Weg auf Ally und andere Handheld-Geräte finden.

Darüber hinaus deuten durchgesickerte Renderings eines möglichen Nachfolgers von SteamController auf eine Wiederbelebung von Valves aufgegebenen SteamMachines-Plänen hin, die innerhalb weniger Monate in die Massenproduktion gehen könnten.

SteamOS und ähnliche Projekte wie Bazzite vereinfachen die Verwaltung und den Start von PC-Spielen mit einem Controller und bieten ein Erlebnis, das dem einer Konsole näher kommt, ohne die Flexibilität eines PCs zu beeinträchtigen. Sie lösen auch häufige Windows-bezogene Probleme wie Treiberaktualisierungen und Probleme bei der Shader-Kompilierung.

Jüngste Berichte haben auch das anhaltende Interesse von Valve an Virtual Reality und Arm-basierten Systemen hervorgehoben. Die neuen Richtlinien widmen SteamVR mehrere Seiten, und neben Renderings von SteamController 2 sind durchgesickerte Controller-Designs für ein angeblich eigenständiges SteamVR-Headset aufgetaucht.

Unterdessen behauptet der bekannte Leaker „Jukanlosreve“, Samsung habe kürzlich mit der Entwicklung von Linux-Vulkan-Treibern für seine Arm-basierten Xclipse-GPUs begonnen. Frühere Leaks deuteten darauf hin, dass Valve an ArmLinux arbeitete, während ein im letzten Monat von Samsung eingereichtes Patent ein faltbares Handheld-Gaming-Gerät beschrieb.

Während es im Patent an Softwaredetails mangelt und Patente nicht immer zu kommerziellen Produkten führen, erweitert es die Möglichkeiten für die zukünftige Einführung von SteamOS.