Der Bitcoin-Markt scheint in einen Bärenmarkt eingetreten zu sein und Händler verlassen den Markt schnell, was die Intensität der Panik widerspiegelt. Zum Zeitpunkt der Drucklegung fiel der Preis von Bitcoin auf 84.570 US-Dollar, was einem Rückgang von etwa 4 % innerhalb von 24 Stunden und einem Rückgang von 22,85 % gegenüber dem Preishoch im Januar entspricht. Laut Daten von CoinGlass fiel der Preis von Bitcoin innerhalb von drei Tagen um mehr als 12.000 US-Dollar, was dazu führte, dass mehr als 1 Milliarde US-Dollar an gehebelten Long-Positionen verdampften.
Der Ausverkauf stand im Zusammenhang mit den Zolldrohungen von US-Präsident Donald Trump, die am Mittwoch die Märkte erschütterten, als er ankündigte, er werde der Europäischen Union Zölle in Höhe von 25 % auferlegen. Aufgrund des besser als erwartet ausgefallenen Gewinnberichts von Nvidia konnte der US-Aktienmarkt am Mittwoch nur flach schließen, während der Goldmarkt innerhalb von zwei Tagen um 2,2 % fiel, da mehr Anleger aus Trost in langfristige US-Anleihen investierten.
Händler befürchten, dass viele Unternehmen aufgrund globaler Zollkonflikte und US-amerikanischer Technologieexportbeschränkungen ins Ausland in Schwierigkeiten geraten werden, was den durch die Entwicklung künstlicher Intelligenz entstandenen Aufwärtstrend dämpfen wird.
Verglichen mit dem traditionelleren sicheren Hafen Gold ist die Volatilität von Bitcoin möglicherweise tiefer in den Herzen der Menschen verankert als seine Eigenschaften als sicherer Hafen, und es ist einfacher, in der aktuellen Handelsphase zu einem Testmarkt für Verkäufe zu werden.
Laut Daten der SoSoValue-Plattform belief sich der kumulierte Nettoabfluss von US-Bitcoin-ETFs am 25. Februar auf 1,14 Milliarden US-Dollar und stellte damit einen historischen Rekord auf. In den letzten sechs Tagen kam es bei Bitcoin-ETFs zu kontinuierlichen Nettoabflüssen, wobei die Gesamtgröße 2,24 Milliarden US-Dollar erreichte. Dies ist auch die längste Periode des Kapitalabflusses seit Juni letzten Jahres.
Geoff Kendrick, globaler Leiter für Digital Asset Research bei der Standard Chartered Bank, äußerte seine Besorgnis darüber, dass digitale Vermögenswerte trotz der Zuflüsse institutioneller Fonds in den letzten 12 Monaten immer noch hauptsächlich von Privatkundenfonds angetrieben werden. Die Finanzkraft normaler Anleger ist schwach oder sie verfügen nicht über genügend Mittel, um Verluste auszugleichen.
Er warnte weiter, dass solche Verluste oft sehr groß seien und keine Aussicht auf Besserung bestehe. Er glaubt auch, dass ein größerer Rückgang folgen wird.