Amazon Web Services (AWS) hat seinen ersten Quantencomputer-Chip auf den Markt gebracht, Ocelot. Die Nachricht bringt es auf die gleiche Seite wie die großen Cloud-Computing-Konkurrenten Microsoft und Google, die in den letzten Monaten ebenfalls ihre eigenen Quantenchips namens Majorana und Willow auf den Markt gebracht haben.
Der Cloud-Computing-Riese investiert seit langem in Quantencomputing, beginnend im Jahr 2019 mit der Einführung von Braket Quantencomputing als Service in Zusammenarbeit mit Branchenunternehmen wie QuEra und Rigetti.
Quantencomputing basiert auf den Prinzipien der Quantenmechanik und nutzt „Qubits“ (Qubits), um komplexe Berechnungen schneller als herkömmliche Computer durchzuführen. Zu den potenziellen Anwendungen gehören Arzneimittelforschung, Kryptographie und Sicherheit sowie künstliche Intelligenz.
Einer der Schlüsselfaktoren im Quantencomputing ist derzeit die Fähigkeit, Betriebsfehler zu reduzieren, und der Bau solcher Quantenchips wird der Kern der Förderung der Entwicklung des Quantencomputings insgesamt sein.
Ocelot wurde in Zusammenarbeit mit Caltech entwickelt und integriert zwei übereinander gestapelte kleine Silizium-Mikrochips (siehe Abbildung oben). Nach Angaben des Unternehmens soll der Chip die mit der Fehlerkorrektur verbundenen Kosten um bis zu 90 Prozent senken.
„Angesichts der jüngsten Fortschritte in der Quantenforschung stellt sich nicht mehr die Frage, ob ,ob‘ wann praktische fehlertolerante Quantencomputer für reale Anwendungen verfügbar sein werden“, sagte AWS-Direktor für Quantenhardware Oskar Painter in einer Erklärung.