Gestern hat AMD die Radeon RX9070XT und Radeon RX9070 offiziell veröffentlicht, die auf der neuen Generation der RDNA4-Architektur-GPU basieren und die AMD FidelityFX SuperResolution4 (FSR4)-Technologie unterstützen. Beide neuen Grafikkarten sind mit Navi48-Chips ausgestattet und verfügen beide über 16 GB GDDR6-Videospeicher.
Tatsächlich gab es vor der offiziellen Veröffentlichung die Nachricht, dass der Navi48-Chip über 53,9 Milliarden Transistoren verfügt und etwa 350 mm² groß ist, was kleiner ist als die zuvor gemunkelten 390 mm². Den von AMD schließlich bekannt gegebenen Daten nach zu urteilen, ist die Fläche mit 357 mm² etwas größer und die Anzahl der Transistoren ist exakt gleich.
Mit anderen Worten: Die Größe von Navi48 ist kleiner als die von NVIDIAs AD103 (378,6 mm²) und GB203 (378 mm²), aber die Transistordichte ist höher. Die Transistordichte von Navi48 erreicht 150 MTr/mm², während AD103 und GB203 121,2 MTr/mm² bzw. 120,6 MTr/mm² betragen. AMD ist etwa 25 % höher als diese Generation von NVIDIA-GPUs mit Blackwell-Architektur. Dies dürfte eine der GPUs mit der bisher höchsten Transistordichte sein. Wenn man bedenkt, dass AMD und Nvidia ähnliche Herstellungsverfahren verwenden, dürfte dieser Abstand die Erwartungen vieler Menschen übertreffen.
NVIDIA scheint sich in der aktuellen Produktgeneration nicht so sehr um die Transistordichte zu kümmern, und die Blackwell-Architektur ist sogar niedriger als die vorherige AdaLovelace-Architektur. Da Transistorzahlen oft als Näherungswerte betrachtet werden und es unterschiedliche Zählmethoden gibt und die Ergebnisse offiziellen Spezifikationen entnommen werden, ist der tatsächliche Unterschied möglicherweise nicht so groß.
Es ist tatsächlich etwas schwierig oder unfair, den Anstieg der Transistordichte zwischen RDNA4 und RDNA3 zu vergleichen. Ersteres ist ein Einzelchip-Design, während letzteres ein kleines Chip-Design kombiniert mit MCM-Gehäuse ist. GCD und MCD verwenden 5-nm- bzw. 6-nm-Prozesse. Dieses Mal kehrt AMD zu einem einzelnen Chip zurück, ohne Abstriche bei Dichte oder Effizienz zu machen. In Kombination mit Verbesserungen in Architektur und Technologie scheint es gute Aussichten zu geben.