Die britische Regierung fordert uneingeschränkten Zugriff auf alle iCloud-Inhalte auf der ganzen Welt, und Apple wehrt sich weiterhin gegen die Forderung der britischen Regierung. Das Berufungsverfahren wird in einer geheimen Anhörung vor dem High Court geprüft. Nach Angaben der British Broadcasting Corporation (BBC) wird das Investigative Powers Tribunal (Investigatory Powers Tribunal) dies prüfen. Das Treffen wurde angeblich geheim gehalten, weil es mit Sicherheitsdiensten in Verbindung stand.
Allerdings sind nicht alle damit einverstanden. Caroline Wilson-Palow, Rechtsdirektorin von Privacy International, sagte gegenüber der BBC: „Diese Anhörung sollte nicht geheim gehalten werden. Die Öffentlichkeit hat ein Recht darauf zu erfahren, ob die Sicherheit eines Dienstes, der von Millionen oder sogar Milliarden Menschen auf der ganzen Welt genutzt werden könnte, gefährdet ist.“
Die britische Regierung sagt, sie müsse in der Lage sein, etwaige Risiken für die nationale Sicherheit zu erkennen. Apple vertritt jedoch einen festen Standpunkt zur Gewährleistung der Sicherheit der Cloud-Daten der Benutzer.
Anfang Februar erließ die britische Regierung privat eine Anweisung an Apple, den Beamten uneingeschränkten Zugriff auf alle iCloud-Inhalte zu gewähren, die jedem Benutzer auf der ganzen Welt gehören.
Als Reaktion darauf kündigte Apple daraufhin an, seinem britischen Kundenstamm keinen erweiterten Datenschutz mehr anzubieten.
Anfang März reichte Apple beim britischen Investigatory Powers Tribunal eine Klage ein, um sich gegen die Genehmigung zu wehren.