Die meisten Menschen brauchen etwa acht Stunden Schlaf pro Nacht, um normal zu funktionieren, aber eine seltene genetische Mutation ermöglicht es manchen Menschen, sich bereits nach drei Stunden Schlaf energiegeladen zu fühlen. Forscher der University of California in San Francisco haben herausgefunden, dass diese Kurzschlaffähigkeit möglicherweise mit einer bestimmten genetischen Mutation zusammenhängt. Die Forschung wurde kürzlich im U.S. National veröffentlichtWissenschaftVeröffentlicht in Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS).

Forscher entdeckten zunächst eine Mutation in einem Gen, das mit der Regulierung des zirkadianen Rhythmus des Körpers (der biologischen Uhr, die den Schlaf-Wach-Zyklus steuert) verbunden ist, indem sie die Genome einer Mutter und einer Tochter analysierten. Die Entdeckung veranlasste andere mit ähnlichen Schlafgewohnheiten, sich für DNA-Tests an das Labor zu wenden. Bisher haben Forscher Hunderte von von Natur aus Kurzschläfern identifiziert und fünf Mutationen in vier Genen gefunden, die möglicherweise mit Kurzschlaf zusammenhängen, wobei verschiedene Familien häufig unterschiedliche Mutationen tragen.

In der neuesten Studie entdeckten Forscher neue Mutationen im SIK3-Gen in der DNA eines von Natur aus Kurzschläfers. Das von diesem Gen kodierte Enzym ist an Orten wie der neuronalen Lücke aktiv. Um die Rolle dieser Mutation zu überprüfen, verwendeten Forscher Genbearbeitung, um Mäuse dazu zu bringen, diese Mutation zu tragen. Sie fanden heraus, dass diese Mäuse etwa 31 Minuten weniger pro Tag schliefen als gewöhnliche Mäuse (Mäuse schlafen normalerweise 12 Stunden am Tag). Weitere Analysen zeigten, dass das mutierte Enzym eine höhere Aktivität in den Synapsen des Gehirns aufweist, und es wird spekuliert, dass es die Schlafzeit verkürzen könnte, indem es die Homöostase des Gehirns aufrechterhält, was die Theorie stützt, dass „Schlaf dem Gehirn hilft, sich neu zu starten“.

Experten wiesen darauf hin, dass die Verkürzung der Schlafzeit bei Mäusen relativ gering war, was darauf hindeutet, dass die Sik3-Mutation nicht die Hauptursache für den verringerten Schlafbedarf war. Dennoch liefert diese Studie neue Hinweise zum Verständnis der Mechanismen der Schlafregulation. Wissenschaftler glauben, dass die weitere Erforschung der Auswirkungen dieser genetischen Variationen dazu beitragen wird, die Geheimnisse des menschlichen Schlafs aufzudecken und neue Ideen für die Behandlung von Schlafstörungen zu liefern.