Eine kürzlich in Environmental Science & Technology veröffentlichte Studie der Stanford University in den USA zeigte, dass eine umfassende Umstellung auf saubere Energiequellen wie Windenergie, Solarenergie, Geothermie und Wasserkraft bis 2050 nicht nur die Energiekosten deutlich senken, sondern auch die Luftverschmutzung verringern und den Klimawandel abmildern wird. Im Gegensatz dazu sind die wirtschaftlichen und sozialen Kosten höher, wenn man sich auf Technologien zur Kohlenstoffabscheidung wie Industrieabzüge oder die direkte Kohlenstoffabscheidung aus der Luft verlässt.

Die Studie besagt, dass die Investition von Geld in die Kohlenstoffabscheidung statt in erneuerbare Energien zu höheren Kohlendioxidemissionen, Luftverschmutzung und Energiebedarf führen wird. Selbst wenn die Technologie zur CO2-Abscheidung mit sauberer Energie betrieben würde, wären ihre Opportunitätskosten immer noch zu hoch, da diese Energie als direkter Ersatz für fossile Brennstoffe genutzt werden könnte.

In der Studie wurden zwei Extremszenarien verglichen: Das eine besteht darin, vollständig auf erneuerbare Energien umzusteigen und die Energieeffizienz zu verbessern. Die andere besteht darin, den bestehenden fossilen Brennstoffmix beizubehalten und gleichzeitig die Technologie zur Kohlenstoffabscheidung hinzuzufügen. Die Ergebnisse zeigen, dass die vollständige Einführung erneuerbarer Energien den Endenergiebedarf um mehr als 54 % senken, die jährlichen Energiekosten um fast 60 % senken und jedes Jahr Millionen von Krankheiten und Todesfällen durch Luftverschmutzung vermeiden kann.

Darüber hinaus kann die Elektrifizierung die Energieeffizienz erheblich verbessern, beispielsweise durch elektrische Wärmepumpen und Elektrofahrzeuge, die effizienter sind als herkömmliche Geräte, ohne dass der zusätzliche Energieverbrauch bei der Gewinnung und dem Transport fossiler Brennstoffe anfällt. Im Gegensatz dazu kann die Kohlenstoffabscheidungstechnologie die Ineffizienz der Verbrennung fossiler Brennstoffe nicht ändern und ist weitaus weniger wirtschaftlich als der direkte Ersatz durch erneuerbare Energien.

Die Studie hebt hervor, dass Maßnahmen, die sowohl erneuerbare Energien als auch die Kohlenstoffabscheidung unterstützen, nicht zwischen besseren und schlechteren Lösungen unterscheiden können, und empfiehlt, die Förderung der Kohlenstoffabscheidungstechnologie aufzugeben und stattdessen die Verbrennung fossiler Brennstoffe vollständig auslaufen zu lassen, um echte Nullemissionen zu erreichen.