Südkorea plant den Bau einer Mondbasis bis 2045 im Rahmen seiner neuen nationalen langfristigen Weltraumforschungs-Roadmap, teilte die Korea Aerospace Administration (KASA) am Donnerstag mit. Die Korea Aerospace Agency stellte am selben Tag bei einer Anhörung der Daejeon National Research Foundation ihr neuestes Weltraumforschungskonzept vor.
Die Roadmap unterteilt die Erkundungsfelder in Erdumlaufbahn, Mond, Heliosphäre und Weltraum und skizziert fünf Kernmissionen, darunter Erkundung in niedriger Erdumlaufbahn und Mikrogravitation, Monderkundung sowie Sonnen- und Weltraumforschungsmissionen.
Im Mondbereich erklärte die Korea Aerospace Agency, dass ihre Ziele darin bestehen, autonome Lande- und Mobilitätstechnologien zu entwickeln, Mondressourcen zu nutzen und eine Infrastruktur für wirtschaftliche Aktivitäten aufzubauen.
Bis 2040 ist die Entwicklung der nächsten Generation von Mondlandern für die Logistik geplant, mit dem Ziel, bis 2045 eine wirtschaftliche Mondbasis zu schaffen.
Im Hinblick auf die Erkennung von Sonne und Heliosphäre fordert die Roadmap die Entwicklung von Detektoren zur Überwachung der Sonnenaktivität und zur Verbesserung der Weltraumsicherheit.
Die Korea Aerospace Agency plant außerdem, bis 2035 einen Sonnenbeobachtungssatelliten am sogenannten Lagrange-Punkt L4 zu stationieren, wo die Schwerkraft von Sonne und Erde im Gleichgewicht ist.
