Mitte Juli setzten Beamte des US-Handelsministeriums immer noch die Genehmigung von Nvidias Lizenz zum Export von Chips für künstliche Intelligenz in die Vereinigten Arabischen Emirate aus, was dazu führte, dass ein Abkommen, das Präsident Trump im Mai als „Meilenstein für den Handelsdurchbruch“ gefeiert hatte, ins Stocken geriet. Was einst wie eine beschlossene Sache schien, hängt nun von neuen Sicherheitsgarantien ab.

Im Mittelpunkt der Kontroverse steht das Abu Dhabi-Unternehmen für künstliche Intelligenz G42, das ursprünglich etwa 20 % der Chips erhalten wollte. Das US-Handelsministerium befürchtet, dass andere Länder aufgrund der früheren Kooperationsbeziehungen von G42 indirekt Nvidias fortschrittlichste Chiptechnologie erwerben könnten.
Um Zweifel auszuräumen, hat G42 zugestimmt, Anteile bestimmter Partner zu veräußern, und zugesagt, für jedes Rechenzentrum, das es in den Vereinigten Arabischen Emiraten baut, ein Gegenstück derselben Größe in den Vereinigten Staaten zu bauen.
Diese Sicherheitslücke hat die Aussetzung des Bauprojekts für das Rechenzentrum Stargate UAE erzwungen. An dem Projekt beteiligen sich gemeinsam G42, OpenAI, Oracle, Nvidia, SoftBank und Cisco. Die erste Phase des 200-Megawatt-Clusters sollte ursprünglich im Jahr 2026 in Betrieb gehen. Sollte die Chip-Lizenz nicht rechtzeitig genehmigt werden, kann es zu einer Verschiebung kommen. Dennoch sagten beide Seiten, dass sie weiterhin über eine Stärkung der Aufsicht und eine Überarbeitung der Bedingungen verhandeln.
Investoren und Branchenbeobachter beobachten drei wichtige Entwicklungen genau: die endgültige Lizenzgenehmigung des US-Handelsministeriums, überarbeitete Bedingungen, die den direkten Zugang von G42 zu Chips einschränken, und öffentliche Äußerungen von Schlüsselfiguren wie Nvidia-CEO Jensen Huang, der sich für die Fortsetzung des Deals eingesetzt hat. Im weiteren Verlauf wird der Schwerpunkt auf neuen Entwicklungen bei Lizenzgenehmigungen und dem endgültigen Schicksal des Stargate-UAE-Projekts liegen.