Kürzlich,Valve hat stillschweigend und in großem Umfang eine Reihe von Spielen für Erwachsene von der Steam-Plattform entfernt, erregte große Aufmerksamkeit. Laut einer von Valve gegenüber mehreren Medien veröffentlichten Erklärung war der Schritt in erster Linie auf den Druck von Zahlungsanbietern auf „Regeln und Standards“ zurückzuführen.

Aufgrund des Eingriffs in den Zahlungskanal war Steam gezwungen, die Richtlinien anzupassen
Vor ein paar Tagen tauchten Berichte auf, dass Steam „Säuberungsmaßnahmen“ gegen bestimmte Spiele für Erwachsene ergreift, vor allem gegen Spiele, die gegen die Regeln der Zahlungsabwickler verstoßen. Später veröffentlichte Valve detailliertere Anweisungen an Medienunternehmen wie GamingOnLinux, Rock Paper Shotgun und PC Gamer.
Valve sagte: „Wir wurden kürzlich darüber informiert, dass bestimmte Spiele auf Steam möglicherweise gegen die Regeln und Standards unserer Zahlungsabwickler und der damit verbundenen Kreditkartennetzwerke und Banken verstoßen. Daher entfernen wir diese Spiele aus dem Steam-Store. Sobald der Zahlungskanal verloren geht, können Benutzer keine anderen Spiele und Inhalte mehr auf Steam kaufen.“
Valve gab offen zu, dass es sich bei dieser Delisting-Aktion nicht um eine unabhängige Entscheidung, sondern um eine passive Reaktion aufgrund von Beschränkungen der Zahlungskanäle handelte. Mit anderen Worten: Wenn Steam nicht kooperiert, besteht die Gefahr, dass Kreditkartennetzwerke wie Visa und Mastercard die Zahlungsdienste einstellen. Selbst Steam, die weltgrößte PC-Gaming-Plattform, kann dem Bezahlriesen kaum direkt Konkurrenz machen.
Mehr als 100 Spiele wurden aus den Regalen genommen, wobei der Schwerpunkt auf Inhalten für Erwachsene lag
Laut SteamDB-Daten wurden in nur zwei Tagen mehr als 100 Spiele als „im Ruhestand“ markiert, viele davon mit Inhalten, die nur für Erwachsene zugänglich sind. Der Delisting-Vorgang ist noch im Gange und einige Werke wurden sogar bereits wenige Minuten nach der Ankündigung entfernt.
Obwohl Valve die genaue Liste nicht bekannt gegeben hat, ist einigen Spielern aufgefallen, dass viele der dieses Mal entfernten Spiele höchst kontroverse sexuelle Themen enthalten, wie etwa „LL“ und andere Themen. Obwohl es auf Steam immer noch einige ähnliche Spiele für Erwachsene gibt, ist es wahrscheinlich, dass solch sensible Themen der Hauptgrund für die Unzufriedenheit der Zahlungsabwickler sind.
Dieser Vorfall machte einmal mehr deutlich, wie fragil der Kauf digitaler Inhalte ist. Sowohl Spieleentwickler als auch Spieler müssen sich offenbar mit der Realität auseinandersetzen: Im Bereich des digitalen Zahlungsverkehrs könnten die Prüfstandards der Zahlungskanäle dominanter sein als die Regeln der Plattform selbst.