Lucy Hodson, eine 27-jährige britische Sängerin, litt an einer seltenen Krankheit, die sie daran hinderte, richtig zu rülpsen. Mehrere Jahre lang litt sie unter anhaltendem Blähbauch, „Grunzen“ im Hals und Engegefühl in der Brust, was sogar ihre Schauspielkarriere ernsthaft beeinträchtigte.„Es fühlte sich an, als hätte man einen Frosch im Hals gefangen“, beschrieb Lucy. Die durch den seltsamen Lärm verursachte Verlegenheit hinderte sie daran, an Meditationskursen teilzunehmen, die Stille erforderten. Noch fataler war, dass ihr Gesang während der Aufführung häufig durch unkontrollierbares „Lufterbrechen“ unterbrochen wurde. Zuerst dachte sie, es sei nur ihre „kleine Macke“, aber als die Halsanomalie begann, ihre Singstimme zu zerfressen, beschloss sie schließlich, einen Arzt aufzusuchen.

Nachdem sie mehr als ein Jahr im britischen Gesundheitssystem (NHS) gewartet hatte, erhielt sie jedoch nur die Diagnose „Säurereflux“ – eine Schlussfolgerung, die sie zutiefst schockierte. Da Lucy dazu nicht bereit war, nutzte sie das Internet zur Selbstverifizierung.Schließlich war die Antwort gesperrt: eine seltene Erkrankung namens Reverse Cricopharyngeal Dysfunction (R-CPD), auch bekannt als „Inability to Hiccup-Syndrom“. Die Ursache ist die Unfähigkeit des oberen Schließmuskels der Speiseröhre, sich zu entspannen, wodurch verhindert wird, dass Gas aus dem Körper ausgestoßen wird. Die Krankheit erhielt erst 2019 einen medizinischen Namen.

Sie erfuhr, dass sie durch die Injektion hoher Botox-Dosen in den Halsschließmuskel den Muskel dazu zwingen konnte, sich zu entspannen und die Schluckauffunktion wiederherzustellen. Trotz Bedenken hinsichtlich der Risiken einer Operation, die ihre Singstimme dauerhaft schädigen könnte, und trotz des finanziellen Drucks, dem sie ausgesetzt war, entschied sich Lucy letztendlich, gegen alle Widrigkeiten anzukämpfen.

In einem Londoner Krankenhaus schloss sie noch am selben Tag die Diagnose und die Injektionsbehandlung ab. „Als ich am nächsten Morgen gähnte, rülpste ich zum ersten Mal in meinem Leben normal!“ erinnerte sie sich aufgeregt.

Obwohl sie nach der Operation unter einer kurzen Schluckverzögerung und einem Laryngospasmus litt und ihre Stimme leicht geschwächt war, ist sie hoffnungsvoll: „Ich arbeite hart an meiner Genesung und freue mich darauf, in ein paar Wochen gesünder auf die Bühne zurückzukehren.“