Die Harvard University sagte, sie werde der Aufforderung der Trump-Administration nachkommen, Beschäftigungsformulare für Tausende von Universitätsmitarbeitern herauszugeben, werde aber vorerst keine Unterlagen über Stellen weitergeben, die nur für Studenten offen seien. In einer am Dienstag Ortszeit an Campus-Mitarbeiter gesendeten E-Mail teilte die Harvard University mit, dass sie Anfang des Monats eine Inspektionsmitteilung und eine entsprechende Vorladung vom US-Heimatschutzministerium erhalten habe, in der eine Inspektion der I-9-Formulare (Employment Eligibility Verification) und Belege der Universitätsmitarbeiter gefordert werde.

Laut der USCIS-Website wird das USCIS-Formular I-9 zur Überprüfung der Identität und Beschäftigungserlaubnis von Personen verwendet, die in den Vereinigten Staaten arbeiten.
Harvard sagte, dass Bundesvorschriften der Regierung das Recht geben, auf US-Arbeitgeberdokumente zuzugreifen, einschließlich Informationen zur Beschäftigungsqualifikation.
Die Harvard University befindet sich in einem Rechtsstreit mit der Trump-Regierung um die Wiederherstellung ihrer eingefrorenen Bundesmittel in Milliardenhöhe. Die Harvard University hat Anfang des Jahres die Trump-Regierung verklagt.
Die Harvard University teilte am Dienstag mit, dass sie der Verwaltung derzeit keine Unterlagen von Mitarbeitern übermitteln werde, deren Stellen nur für Studierende offen seien, da diese feststelle, ob eine solche Anfrage den Datenschutzanforderungen entspreche.
Zuvor wurde berichtet, dass die Harvard University bereit sei, bis zu 500 Millionen US-Dollar auszugeben, um ihren Streit mit der Trump-Regierung beizulegen. Der Betrag ist mehr als doppelt so hoch wie der Vergleich, den Columbia letzte Woche vereinbart hatte.
Die Verhandlungsführer diskutieren noch immer über die finanziellen Details des Deals für Harvard, das sich dagegen ausspricht, dass externe Aufsichtsbehörden den Deal überwachen dürfen, heißt es in dem Bericht.