Google behauptet, ein virales Bildverarbeitungsprogramm entwickelt zu haben, das im Internet große Wellen geschlagen hat. Und es ist ein schlechter Tag für Adobe. Google gab am Dienstag bekannt, dass Google Deepmind das Modell entwickelt und in die Gemini-App und -Website integriert hat, um es allen Nutzern zur Verfügung zu stellen. Dieses Modell, das zu Testzwecken ursprünglich den Codenamen „Nano Banana“ trug, heißt jetzt offiziell Gemini 2.5 Flash.

Google hat das neue Modell auf der LMArena-Plattform getestet. Diese öffentliche Website dient dem Sammeln anonymen Feedbacks zur Qualität von KI-Modellen. Obwohl der Test den Namen „Nano Banana“ trug, spekulierten Nutzer schnell, dass der Entwickler dahinter Google sei.

Laut Google besteht der Hauptvorteil von Gemini 2.5 Flash darin, dass es die Konsistenz von Zeichen oder Tieren in verschiedenen Bildern aufrechterhalten kann. Basierend auf vorhandenen Feedback-Daten und unter Verwendung des Elo-Bewertungssystems, das die relative Leistung generativer Modelle als Benchmark misst, behauptet Google, dass die Präferenz der Nutzer für das neue Modell die von OpenAI und anderen Konkurrenten übertroffen hat.

Dies könnte eine erhebliche Bedrohung für bestehende Bildverarbeitungsprogramme darstellen, insbesondere für Produkte wie Adobe Photoshop.

Adobe reagierte am Dienstag dringend und kündigte an, das neue Modell von Google sofort in Adobe Firefly und Adobe Express zu integrieren. Als Antwort auf die Frage „Warum entscheiden sich Benutzer für Adobe-Tools, anstatt direkt Google zu verwenden?“ Adobe betonte, dass sein Vorteil in der Bereitstellung von Modellintegrationsdiensten aus einer Hand liege.

Allerdings konnte dieser Schritt die Bedenken der Anleger bisher nicht wirksam zerstreuen. Der Aktienkurs von Adobe fiel im vergangenen Jahr um 35 %, was teilweise auf die Besorgnis der Analysten über die Auswirkungen von KI auf den Markt für traditionelle Tools zurückzuführen war.