Red Hat, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft von IBM, ist dabei, einige seiner Back-End-Mitarbeiter und technischen Supportteams zu verlagern, und sein Geschäft wird vollständig in das IBM-Zentralsystem verlagert. Diese Integration wird Anfang 2026 offiziell in Kraft treten und relevante Informationen wurden den internen Mitarbeitern am 3. September mitgeteilt.

Es wird berichtet, dass die meisten Mitglieder der Personal-, Finanz-, Buchhaltungs-, Rechts- und anderen Verwaltungsabteilungen von Red Hat zu IBM wechseln werden, während das Führungsteam vorübergehend im Hauptgeschäft von Red Hat bleiben wird. Der entsprechende Umstellungsfortschritt wird je nach den Gesetzen der einzelnen Länder leicht variieren, es wird jedoch erwartet, dass die meisten Regionen noch im Laufe des Jahres mit der Umsetzung beginnen werden.
Obwohl einige Brancheninsider glauben, dass diese Integration längst überfällig ist, konnten einige Mitarbeiter ihre Sorgen kaum verbergen, als die Nachricht bekannt wurde. Sie befürchteten, dass amerikanische Technologiegiganten wie IBM nach der Fusion überflüssige Stellen abbauen würden, um die Backoffice-Abläufe zu rationalisieren. Allein im Januar dieses Jahres rechnete IBM damit, durch den Stellenabbau im Laufe des Jahres 3,5 Milliarden US-Dollar an Kosten einzusparen.
Derzeit gibt es keine genauen Daten über die Anzahl der Back-End-Mitarbeiter von Red Hat, die an dieser Anpassung beteiligt sind. Es wird davon ausgegangen, dass die Gesamtzahl der Red Hat-Mitarbeiter weltweit etwa 19.000 beträgt und sich hauptsächlich auf die Bereiche Technik, Vertrieb, Support und andere Geschäftsbereiche konzentriert.
Teams, die bei Red Hat verbleiben, werden von Strategy & Operations verwaltet, und das Personal in den Bereichen Technik, Produkt, Vertrieb und Marketing ist vorerst nicht betroffen.
Einige Leute sagten, sie hätten nichts gegen die Mitarbeiter, die zu IBM versetzt werden sollten, weil sie dachten, sie hätten bereits zuvor eng mit IBM zusammengearbeitet. Einige Leute hinterließen jedoch Nachrichten auf der sozialen Plattform Reddit, in denen sie sagten, dass sich die Atmosphäre im Unternehmen längst verändert habe. „Die offene Kultur ist längst verschwunden und wird durch Mikromanagement und unrealistische Entscheidungen auf mittlerer Ebene ersetzt“, sagte ein Reddit-Benutzer.
Red Hat hat im April 2023 etwa 800 Mitarbeiter (oder 4 % seiner Mitarbeiter) entlassen. Seit der Übernahme durch IBM für 34 Milliarden US-Dollar im Jahr 2019 operiert das Unternehmen relativ unabhängig. Einige Mitarbeiter von Red Hat befürchten, dass die Migration des Back-End-Funktionsteams in Zukunft weitere Integrationsinitiativen nach sich ziehen könnte.
IBM gab bekannt, dass der jährliche Betriebsumsatz von Red Hat im Jahr 2024 6,5 Milliarden US-Dollar erreicht hat und als strategischer Kern des Cloud-Computing-Geschäfts von IBM gilt. Red Hat lehnte eine Stellungnahme ab.