Laut Bloomberg versicherte Nvidia seinen Kunden am Montag, dass die 100-Milliarden-Dollar-Investition und die wegweisende Kooperationsvereinbarung mit OpenAI zum Ausbau der KI-Infrastruktur keine Auswirkungen auf die Beziehungen des Unternehmens zu anderen Kunden haben werden.

Nvidia sagte in einer Erklärung am späten Montag: „Unsere Investition wird weder unseren strategischen Fokus verändern noch das Produktangebot für andere Kunden beeinträchtigen. Unabhängig davon, ob es sich um eine Kapitalinvestition handelt oder nicht, wird für uns weiterhin jeder Kunde an erster Stelle stehen."

Am Montag zuvor gaben Nvidia und OpenAI bekannt, dass sie eine Absichtserklärung unterzeichnet haben, um einen Investitionsvertrag über bis zu 100 Milliarden US-Dollar voranzutreiben, mit dem Ziel, mit Nvidia-Chips ausgestattete Rechenzentren mit einer Gesamtleistung von mindestens 10 Gigawatt zu bauen. Diese Infrastrukturen werden zur Entwicklung und zum Betrieb von Modellen der künstlichen Intelligenz genutzt.

Nvidia-Chips haben sich in den letzten Jahren zum begehrtesten Handelsgut im Silicon Valley entwickelt. Rechenzentrumsbetreiber bemühen sich darum, so viele Nvidia-Chips wie möglich zu erwerben. Der Ansturm, das Unternehmen zu kaufen, ließ die Umsätze und den Aktienkurs von Nvidia in die Höhe schnellen. Derzeit liegt der Marktwert von NVIDIA bei knapp 4,5 Billionen US-Dollar und ist damit das wertvollste Unternehmen der Welt.

Jensen Huang, CEO von Nvidia, hat die Wachstumsdynamik des Unternehmens durch die Erweiterung seines Kundenstamms aufrechterhalten. Trotz des großen Erfolgs von Nvidia bleibt der Umsatz stark von einer kleinen Gruppe von Unternehmen abhängig, darunter Microsoft, Meta, Amazon und die Google-Muttergesellschaft Alphabet.

Diese Kunden stehen auch in direktem Wettbewerb und bemühen sich darum, so schnell wie möglich eine KI-Infrastruktur aufzubauen, um mehr Nutzer für ihre Dienste zu gewinnen. Gleichzeitig setzen sie auch eigene Chips ein oder entwickeln sie, um ihre Abhängigkeit von Nvidia zu verringern. Die Sorge, vorrangige Lieferrechte zu verlieren, könnte diese Kunden dazu veranlassen, ihre eigene Forschung zu beschleunigen oder ernsthaftere Alternativen von potenziellen Nvidia-Konkurrenten wie AMD in Betracht zu ziehen.