Am 24. Oktober veröffentlichte die Meinungskolumne der Financial Times am Donnerstag einen Artikel von Matt Rogers, Mitbegründer von Nest, einem Google-eigenen Smart-Device-Unternehmen. Rogers sagte:Der Erfolg der generativen KI muss noch durch gängige Hardware unterstützt werden. OpenAI soll mit Apples ehemaligem Designdirektor Jony Ive zusammenarbeiten, um Mobiltelefone zu entwickeln.


Ivey und Ultraman

Rogers stellte fest, dass die ersten veröffentlichten KI-Hardware aus einem einfachen Grund gescheitert sind: Sie waren eher auf einem Hype als auf tatsächlicher Funktionalität aufgebaut.Nehmen wir zum Beispiel den AI Pin von Humane (ähnlich einer Brosche), der versprach, Smartphones zu ersetzen. In Wirklichkeit lässt sich das tragbare Gerät jedoch nicht gut mit den Telefonfunktionen integrieren, die Menschen jeden Tag nutzen, wie zum Beispiel E-Mail, und erfordert, dass Benutzer umständliche neue Gesten lernen. Darüber hinaus möchte niemand in der Öffentlichkeit oder auf andere Weise über Kleidung reden.

Trotz dieser Hardwarefehler glaubt Rogers, dass die Entwicklung der generativen KI weiterhin eng mit der Hardware verknüpft ist. Damit diese Technologie ihr Potenzial wirklich ausschöpfen kann, muss sie sich in die physische Welt um die Menschen integrieren. Das bedeutet, dass es in das Telefon integriert werden muss. Der Hardware-Friedhof des letzten Jahrzehnts ist übersät mit Geräten, die versprochen haben, Mobiltelefone zu ersetzen, aber am Ende nur eine Handvoll Einheiten verkauft haben, bevor sie ausgestorben sind. Smartphones haben sich durchgesetzt, weil ihre Benutzeroberflächen intuitiv und einfach zu bedienen sind und sie tief in der Psyche (und im Geldbeutel) der Menschen verankert sind.

Anfang dieses Jahres erwarb OpenAI das Hardware-Startup-Unternehmen des ehemaligen Apple-Designers Ive für 6,4 Milliarden US-Dollar. Dies ist die bislang größte Wette im Bereich KI-Hardware.Es ist auch eine Gelegenheit zu definieren, wie diese Technologie in großem Maßstab in das menschliche Leben integriert werden kann. Doch um erfolgreich zu sein, dürfen sich Ive und OpenAI nicht mit der Entwicklung intelligenter Lautsprecher oder KI-Zubehör begnügen (was Berichten zufolge der aktuelle Forschungs- und Entwicklungsschwerpunkt des Teams ist), sondern müssen sich auf Mobiltelefone konzentrieren.

Rogers sagte, Ives Team gehöre zu den besten der Welt, weil Rogers mit den meisten von ihnen in den technischen Labors von Apple zusammengearbeitet habe. Allerdings mangelt es ihnen derzeit an Software-Talenten, was der Schlüssel zum langfristigen Erfolg des iPhones und ein Problem ist, das Ive und OpenAI-CEO Sam Altman lösen müssen. Der Erfolg von Hardware ist untrennbar mit der Erfüllung des täglichen Hochfrequenzbedarfs der Benutzer verbunden. Es muss Abläufe einfacher, schneller, besser und interessanter machen. Technischer Einfallsreichtum und Medienrummel allein reichen bei weitem nicht aus.

Es gibt noch eine letzte Hürde.Um ein KI-Smartphone außerhalb des Apple-Ökosystems zu bauen, muss man sich auf die Infrastruktur von Google verlassen.Derzeit ist Android das einzige kommerziell verfügbare Open-Source-Betriebssystem für Mobilgeräte. Ives Hintergrund bei Apple und die Konkurrenzbeziehung von OpenAI zu Google machen es vielleicht schwer, dies zu akzeptieren, aber es wird für Ive der schnellste und effektivste Weg sein, eine Rendite aus der Investition von OpenAI zu erzielen.