Russland hat einen nuklearbetriebenen strategischen Marschflugkörper erfolgreich getestet. Auf einer vom russischen Präsidenten Wladimir Putin veranstalteten Videokonferenz führte die 9M730 „Petrel“ (NATO-Bezeichnung SSC-X-9 Skyfall) einen 15-stündigen Flugtest durch.


Diese Nachricht hat große Aufmerksamkeit erregt und einige Analysten glauben, dass die Entwicklungsideen dieser Waffe aus der Zeit des Kalten Krieges stammen. Bereits 2001 gab es Berichte von außen, dass Russland plante, sein Nukleararsenal durch Modernisierungsmaßnahmen zu stärken und neue Waffen mit der Reichweite von Interkontinentalraketen und der Fähigkeit, Radar- und Raketenabwehrsystemen zu entgehen, zu entwickeln.

Russland bestätigte, dass eine solche Waffe hergestellt und flugerprobt wurde. Putin sagte: „Als wir zum ersten Mal die Entwicklung dieses Waffentyps ankündigten, glaubten viele hochrangige Experten, dass das Ziel zwar lohnenswert sei, es aber in naher Zukunft schwer zu erreichen sein würde. Heute sind wichtige Tests abgeschlossen und es gibt noch viel zu tun, um sicherzustellen, dass die Waffe offiziell eingesetzt werden kann, aber das Hauptziel wurde erreicht.“

Der russische Generalstabschef Waleri Gerassimow fügte hinzu, dass die „Petrel“ bei einem Test am 21. Oktober 2025 etwa 15 Stunden lang erfolgreich geflogen sei und eine Flugstrecke von 14.000 Kilometern (ca. 8.700 Meilen) zurückgelegt habe.

Der „Sturmvogel“ tauchte zum ersten Mal öffentlich in Putins Rede im Jahr 2018 auf. Damals sagte Putin, Russland entwickle eine „unbesiegbare“ Waffe mit unbegrenzter Reichweite, der Fähigkeit, die Route nach Belieben zu ändern und alle bestehenden und zukünftigen westlichen Verteidigungssysteme zu durchbrechen.

Der erste Testflug des Projekts fand 2016 statt und stieß dabei auf eine Reihe technischer Schwierigkeiten. Bei einem Test im August 2019 kamen fünf Nuklearingenieure durch eine Explosion ums Leben, und in der Nähe des Weißen Meeres wurden ungewöhnliche Strahlungswerte festgestellt. Die Vereinigten Staaten äußerten diesbezüglich ihre Besorgnis.

Über die detaillierten Parameter des „Petrel“ ist wenig bekannt, es gibt jedoch Spekulationen, dass sein Design dem US-amerikanischen SLAM-Projekt (Super Low Altitude Missile) während des Kalten Krieges ähnelt. Im Gegensatz zu gewöhnlichen Marschflugkörpern nutzt Haiyan einen Mikrokernreaktor, um die Einlassluft zu erhitzen und so Schub zu erzeugen. Theoretisch hat es eine enorme Reichweite, kann in geringer Höhe über dem Boden fliegen und häufig seine Flugbahn ändern, was es äußerst schwierig macht, es zu verfolgen und abzufangen.

Die Rakete kann mit einem Feststoffraketen-Booster gestartet und im Reiseflug von einem Kernreaktor angetrieben werden. Die Außenwelt spekuliert, dass seine Länge etwa 12 Meter beträgt, was beim Fliegen auf 9 Meter verkürzt werden kann. Seine Geschwindigkeit liegt bei hoher Unterschallgeschwindigkeit (etwa 1225 Kilometer pro Stunde). Einige Experten gehen davon aus, dass dadurch die Schallgeschwindigkeit gebrochen werden soll. Es gibt Berichte, dass Putin einst behauptete, die Rakete könne mehr als das Fünffache der Schallgeschwindigkeit erreichen, doch westliche Experten äußerten Zweifel daran.

Obwohl die Rakete über nukleare Schlagfähigkeiten verfügt, wurden die Parameter des während des Testfluges geladenen Sprengkopfs noch nicht bekannt gegeben. Viele westliche Experten haben immer noch Zweifel an der tatsächlichen technischen Machbarkeit und Sicherheit des Haiyan. Sein Gesamtgewicht soll bis zu 24 Tonnen betragen.

Darüber hinaus wird die Inbetriebnahme atomarer Waffen erhebliche Auswirkungen auf die globale geopolitische Landschaft haben. Ein einziger Start während einer routinemäßigen Militärübung reicht aus, um in der internationalen Gemeinschaft große Wachsamkeit und Besorgnis zu wecken.