Die Yokohama City University in Japan testet derzeit einen psychologischen Online-Beratungsdienst im Anime-Stil. Der Dienst befindet sich derzeit in einer Pilotphase und wird vom 1. Oktober 2025 bis zum 30. Juni 2026 von 20 Teilnehmern erlebt. Wenn es gut läuft, wird erwartet, dass er in Zukunft offiziell der Öffentlichkeit vorgestellt wird.

Ein Bericht aus Japans „ITMedia News“ zeigt: „‚Animationstherapie‘ fördert die Verbesserung der psychischen Gesundheit und das Selbstwachstum, indem sie Menschen in Animationen eintauchen lässt und Empathie erzeugt. Diese Therapie wurde vom italienischen Psychiater Francesco Panto vorgeschlagen.“ Dieses Projekt wurde von der Yokohama City University in Zusammenarbeit mit der Dai Nippon Printing Company durchgeführt – letztere ist ein nationales Unternehmen in Japan, dessen Kerngeschäft die Bereiche Informationskommunikation, Alltags- und Industriebedarf sowie Elektronik umfasst.

Japan testet die Anwendung psychologischer Online-Beratungsdienste im Anime-Stil an Universitäten

Der Dienst hat 6 einzigartige Charaktere entworfen, jeder mit einer exklusiven Hintergrundgeschichte. Die Teilnehmer nehmen an Beratungen in Form von Bildromanen teil, die zur Verbesserung der Immersion beitragen. Die Dienstleistungen decken ein breites Spektrum psychologischer Probleme ab, darunter „körperliche Beschwerden, zwischenmenschliche Schwierigkeiten und sozialer Anpassungsdruck“.

Die Studienteilnehmer müssen vor dem 1. Oktober eine ausführliche psychologische Begutachtung durchführen; Nach Abschluss des Beratungsgesprächs wird die Wirksamkeit der Dienstleistung auch durch Folgebewertungen evaluiert.

Das Minds1020-Labor der Yokohama City University ist der Leiter dieses Projekts. Dieses Projekt ist Teil des japanischen „COI-NEXT-Plans“, der sich ehrgeizige Ziele setzt: den Aufbau einer gesünderen Gesellschaft, einer gesünderen Umwelt und die Förderung gesünderer Menschen. Auf der offiziellen Website heißt es: „Das OIST COI-NEXT Center setzt sich dafür ein, die Verwirklichung des Konzepts ‚Eine Welt, eine Gesundheit‘ auf globaler Ebene zu fördern. Die Vision besteht darin, eine Zukunft zu schaffen, in der die geistige, körperliche und umweltbezogene Gesundheit gemeinsam und nachhaltig verbessert werden kann.“

Die Kernaussage des Labors Minds1020 besteht in der Erforschung der psychischen Gesundheit junger Menschen. Auf diesem Ziel steht auch die Entwicklung dieses animierten psychologischen Online-Beratungsangebots. Seine Zielgruppe sind junge Menschen im Alter von 18 bis 29 Jahren. Obwohl Anime alle Altersgruppen anspricht, lässt sich durchaus spekulieren, dass er besonders bei jungen Menschen beliebt ist – die Idee, der Zielgruppe sinnvoller zu helfen, indem sie ihre bestehenden Interessen und Hobbys berücksichtigt, ist an sich schon eine Anerkennung wert.

Auf der offiziellen Website von Minds1020 Lab heißt es lapidar: „Jeder wird manchmal verletzt und deprimiert sein.“ „Dies gilt insbesondere für junge Menschen, die vor großen Veränderungen in ihrem Leben stehen, wie z. B. dem Eintritt in die Hochschulbildung oder in den Arbeitsmarkt. Was können wir tun, um sie zu unterstützen, wenn sie in Schwierigkeiten sind? Minds1020 Lab denkt über diese sozialen Probleme nach und setzt Ideen in die Praxis um.“