Brasilianische Wissenschaftler haben kürzlich bei Fledermäusen eine neue Art von Coronavirus namens BRZ batCoV entdeckt. Die Forschungsergebnisse wurden im Journal of Medical Virology veröffentlicht und sind als Vorabdruck auf der BioRxiv-Plattform verfügbar.BRZ batCoV trägt ähnliche genetische Eigenschaften wie das COVID-19-Virus und das West Asian Respiratory Syndrome (MERS)-VirusDies zeigt, dass diese Art von Virus möglicherweise auch in Lateinamerika existiert und die globale Verbreitungskarte von Fledermaus-Coronaviren erweitert.
Es wird berichtet, dass die Forschung von Mai bis August 2019 in Brasilien durchgeführt wurde. Das Virus wurde in der „Pastoria-Fledermaus“ (die sich von Insekten ernährt und in Lateinamerika weit verbreitet ist) entdeckt. Das Forschungsteam sammelte 70 Darmgewebeproben in den Bundesstaaten Maranhão und Sao Paulo, Brasilien.
Durch genetische Sequenzierungsanalyse wurde dies festgestelltDas Virus besitzt eine funktionelle Furin-Spaltungsstelle, die ein wichtiges Strukturmerkmal des Virus darstellt und es ihm ermöglicht, Menschen zu infizieren.„Es ist wie ein Schlüssel, der es Viren erleichtert, in tierische und menschliche Zellen einzudringen.“
Die Studie entdeckte auch sechs weitere verschiedene Coronaviren bei anderen Fledermäusen, darunter Alphacoronavirus, Nobecovirus und Sarbecovirus (die gleiche Untergattung wie SARS-CoV-2), was darauf hindeutet, dass brasilianische Fledermäuse über eine große Vielfalt an Coronaviren verfügen.
Glücklicherweise wurden bisher keine Hinweise darauf gefunden, dass das Virus Menschen infiziert, und das Forschungsteam stellte klar: „Der Nachweis eines Virus bedeutet nicht, dass eine Ansteckungsgefahr besteht; Die tatsächliche Bedrohung hängt davon ab, wie oft Menschen mit infizierten Wildtieren in Kontakt kommen. "
