Die SoftBank Group gab die Gründung eines Joint Ventures in Japan mit dem ChatGPT-Entwickler OpenAI bekannt, mit dem Ziel, die Technologie der künstlichen Intelligenz von OpenAI auf Unternehmensebene zu lokalisieren und an japanische Unternehmen zu verkaufen. Es ist erwähnenswert, dass SoftBank selbst der erste Kunde des Joint Ventures ist.

Berichten zufolge heißt das neue Unternehmen SB OAI Japan, wobei SoftBank und OpenAI jeweils 50 % der Anteile halten. Die beiden Parteien werden eine Unternehmens-KI-Lösung namens „Crystal Intelligence“ auf den Markt bringen, die darauf zugeschnitten ist, die Management- und Betriebseffizienz japanischer Unternehmen zu verbessern. „Crystal Intelligence zielt darauf ab, Unternehmen dabei zu helfen, ihre Produktivität und Managementeffizienz durch den Einsatz fortschrittlicher KI-Tools zu verbessern. Die Lösung kombiniert die Unternehmensdienste von OpenAI mit der lokalisierten Implementierung und dem Support von SB OAI Japan.“ sagte SoftBank in einer Erklärung.
Die SoftBank Group gab an, dass alle ihre Mitarbeiter KI aktiv für die tägliche Arbeit nutzen und 2,5 Millionen benutzerdefinierte ChatGPT-Instanzen für interne Geschäfte erstellt wurden. Die Gruppe wird die vom Joint Venture entwickelten Lösungen auf ihre verschiedenen Geschäftsbereiche anwenden, ihre Auswirkungen auf die Produktforschung und -entwicklung sowie die Unternehmenstransformation überprüfen und über SB OAI Japan Erfahrungen und Fachwissen an andere japanische Unternehmen weitergeben.
Diese Zusammenarbeit kommt zu einer Zeit, in der der Markt über den KI-Investitionsboom und hohe Unternehmensbewertungen besorgt ist. Analysten weisen darauf hin, dass die enormen Geldsummen, die heute in die KI-Entwicklung investiert werden, dem Phänomen der Internet-„Blase“ zu Beginn des 21. Jahrhunderts ähneln. Verbundene Unternehmen erzielten schnell hohe Bewertungen, die tatsächliche Rendite ist jedoch noch unklar.