Google, MetaPlatforms, Qualcomm und sieben weitere Technologieunternehmen von Alphabet haben sich am Mittwoch zusammengeschlossen, um als Reaktion auf die neuen Technologieregeln der Europäischen Union ein offenes digitales Ökosystem zu fördern, ein Schritt, der sich auch auf mögliche künftige Gesetze auswirken könnte.

Die Gruppe, die sich selbst „Coalition for an Open Digital Ecosystem“ (CODE) nennt, hofft, mehr offene Plattformen und Systeme fördern zu können, um Wachstum und Innovation in Europa anzukurbeln.

Die Organisation sagte, sie werde mit Wissenschaftlern, politischen Entscheidungsträgern und Unternehmen an digitaler Offenheit arbeiten und wie diese in Europa „durch die Umsetzung des Digital Markets Act (DMA) und die Entwicklung künftiger EU-Rechtsrahmen“ erreicht werden kann.

Der Digital Markets Act verpflichtet Gatekeeper (Technologiegiganten, die den Zugang zu ihren Plattformen kontrollieren), Dritten die Interaktion mit den eigenen Diensten des Gatekeepers zu gestatten und ihren Unternehmensbenutzern zu ermöglichen, ihre Produkte zu bewerben und Verträge mit Kunden außerhalb der Plattform des Gatekeepers abzuschließen.

„In den letzten Monaten haben wir viele Diskussionen darüber geführt, wie ein ‚gutes‘ europäisches digitales Ökosystem aussieht, was Innovationen fördert und was sich positiv auf die Wettbewerbsfähigkeit auswirken würde. Wir glauben, dass Offenheit der Schlüsselfaktor ist“, sagte Lynx-Gründer Stan Larroque in einer Erklärung.

Weitere Mitglieder der Allianz sind die chinesischen Smart-Device-Hersteller Honor und Lenovo, das französische Augmented-Reality-Startup Lynx, der US-amerikanische Telekommunikationsgerätehersteller Motorola, der britische Elektronikhersteller Nothing, das norwegische Technologieunternehmen Opera und der deutsche Informationsdienstleister Wire.

Ziel der Allianz sei es, durch branchenübergreifende Zusammenarbeit digitale Ökosysteme zu öffnen und unter anderem nahtlose Konnektivität und interoperable Systeme zu fördern.