Tesla hat heute einen Antrag bei den Regulierungsbehörden eingereicht und plant den Rückruf von 2.031.220 seiner Elektrofahrzeuge, darunter die Modelle Model S, Model X, Model 3 und Model Y. Der Schritt ist auch das Ergebnis einer zweijährigen Mängeluntersuchung durch die National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA). Ein NHTSA-Sprecher sagte, die Untersuchung habe ergeben, dass Teslas Fahrerassistenzsystem Autopilot nicht ausreichend gegen Benutzermissbrauch vorgehe und nicht dafür gesorgt habe, dass sich die Fahrer auf die Straße konzentrierten.

NHTSA sagte: „Automatisierungstechnologie hat ein großes Potenzial zur Verbesserung der Sicherheit, kann aber nur bei verantwortungsvollem Einsatz erreicht werden. Die Rückrufaktion von Tesla zeigt, dass Sicherheitsfragen bei der Verbesserung automatisierter Systeme Vorrang haben müssen.“

Tesla rechnet damit, am 12. Dezember oder kurz danach mit einem Remote-Software-Update zu beginnen, das zusätzliche Kontrollen und Warnungen umfassen wird, um die Fahrer noch mehr dazu zu ermutigen, ihrer Fahrpflicht weiterhin nachzukommen.

Im vorbörslichen Handel fiel der Aktienkurs von Tesla heute um 1,5 % auf 233,40 US-Dollar pro Aktie.

Dieser Rückruf ist auch der zweite Rückruf in diesem Jahr, der das autonome Fahrsystem Autopilot betrifft. Der Schritt erfolgt, da Autopilot nach Hunderten von Unfällen, bei denen einige tödlich endeten, immer stärker in die Kritik geriet.

Der Rückruf betrifft fast alle in den USA verkauften Tesla-Autos, einschließlich der Modelle Model S, Model X, Model 3 und Model Y, die zwischen dem 5. Oktober 2012 und dem 7. Dezember dieses Jahres hergestellt wurden.

Tesla sagte in dem Rückrufdokument auch, dass NHTSA-Ermittler im Oktober mit einem Treffen mit Tesla begonnen hätten, um die vorläufigen Untersuchungsergebnisse zu erläutern. Obwohl Tesla mit der Analyse der NHTSA nicht einverstanden war, stimmte das Unternehmen dem Rückruf der Fahrzeuge zu, um die Untersuchung abzuschließen.