Stuart Russell, Experte für künstliche Intelligenz, warnte kürzlich in einer Sendung:Durch die Entwicklung superintelligenter künstlicher Intelligenz könnte die Menschheit zum „nächsten Gorilla“ werden.Sein „Gorilla-Problem“ weist darauf hin, dass, wenn eine Spezies mit Wesen konfrontiert wird, die intelligenter sind als sie selbst, ihr Schicksal nicht mehr in ihren eigenen Händen liegt – genauso wie menschliche Aktivitäten Gorillas ihrer Wahl zum Überleben berauben.Wenn sich die künstliche Intelligenz zu einer Stufe entwickelt, die intelligenter ist als der Mensch, kann auch der Mensch in eine ebenso passive Situation geraten.

Russell betonte, dass das eigentliche Risiko nicht darin besteht, ob künstliche Intelligenz bewusst ist, sondern darin, ob sie ihre Ziele effizienter erreichen kann – was das Wesen der Intelligenz ausmacht.

Selbst wenn wir diese potenzielle Krise erkennen, ist es für Menschen immer noch schwierig, entsprechende Forschung und Entwicklung zu stoppen, da die Versuchung, die die allgemeine künstliche Intelligenz (AGI) mit sich bringt, zu groß ist.

Stuart Russell ist derzeit Professor am Fachbereich Informatik der University of California, Berkeley, wo er als Direktor des Center for Human-Compatible Artificial Intelligence fungiert. Er hat mehr als 300 wissenschaftliche Arbeiten im Bereich der künstlichen Intelligenz mit einem breiten Spektrum an Forschungsthemen veröffentlicht. Ihn beschäftigt seit langem der Zusammenhang zwischen der Entwicklung der KI und der Zukunft der Menschheit.