Berichten zufolge befindet sich IBM in fortgeschrittenen Gesprächen über die Übernahme des Dateninfrastrukturunternehmens Confluent für etwa 11 Milliarden US-Dollar. Dieser Schritt soll die Fähigkeit von IBM verbessern, die wachsende Nachfrage nach Cloud-Diensten zu bedienen. Der Deal könnte nach Angaben von mit der Angelegenheit vertrauten Personen bereits am Montag US-amerikanischer Zeit bekannt gegeben werden.
Confluent ist eine Open-Source-Plattform zur Verarbeitung riesiger Echtzeit-Datenströme, von Banktransaktionen bis hin zu Website-Klicks. Im Oktober tauchten Berichte auf, dass Confluent einen Verkauf erwägt, nachdem es das Interesse potenzieller Käufer geweckt hatte, und eine Investmentbank mit der Abwicklung des Prozesses beauftragt hatte.
Laut lSEG hat Confluent eine Marktkapitalisierung von etwa 8,09 Milliarden US-Dollar, während IBM mit Sitz in New York eine Marktkapitalisierung von etwa 287,84 Milliarden US-Dollar hat.
Die Anleger wurden vorsichtiger, nachdem IBM im Oktober ein verlangsamtes Wachstum in seinem Kerngeschäft mit Cloud-Software meldete, was Bedenken hinsichtlich der Fähigkeit des Unternehmens aufkommen ließ, die Wachstumsdynamik aufrechtzuerhalten. Analysten sagten, IBM brauche eine stärkere Softwareleistung, um das Gesamtwachstum aufrechtzuerhalten.
Die Übernahmestrategie von IBM bleibt ein zentraler Schwerpunkt bei der Erfüllung der Anlegererwartungen. Im vergangenen Jahr erwarb das Unternehmen HashiCorp für 6,4 Milliarden US-Dollar und erweiterte damit seine Cloud-basierten Dienste, um der wachsenden Nachfrage nach künstlicher Intelligenz gerecht zu werden.
Unter dem Vorstandsvorsitzenden Arvind Krishna hat IBM seinen Fokus verstärkt auf sein Softwaregeschäft gelegt, um von den gestiegenen Ausgaben für Cloud-Dienste zu profitieren.
Das Interesse an Confluent verdeutlicht einen Anstieg der Nachfrage nach Dateninfrastrukturunternehmen, der von Unternehmen vorangetrieben wird, die sich um die Entwicklung generativer künstlicher Intelligenz (GAI) bemühen. Im Mai stimmte Salesforce der Übernahme des Softwareherstellers Informatica für rund 8 Milliarden US-Dollar zu, um seine Fähigkeiten im Bereich der künstlichen Intelligenz zu stärken.
