Sobald es zu einer Preisinflation für Schlüsselkomponenten eines Mobiltelefons kommt, können Hersteller oft nur den Preis des gesamten Geräts erhöhen; In einem Marktumfeld, in dem der Wettbewerb hart ist und es schwierig ist, die Preise zu erhöhen, kann es auch zu einer „Umkehr“ bei den Spezifikationen kommen. Branchenquellen sagen, dass diese Szene wahrscheinlich bei der neuen Smartphone-Generation passieren wird, die 2026 auf den Markt kommt.

Aufgrund der stark steigenden Speicherpreise müssen Maschinenhersteller unter dem Druck von Preiskämpfen möglicherweise die Speicherkapazität reduzieren, um die Kosten zu kontrollieren, selbst wenn neue Modelle mit „teureren Preisen, aber kleinerem Speicher“ auf den Markt kommen.

Der südkoreanische Whistleblower Lanzuk (Benutzername @yeux1122) gab auf Naver bekannt, dass die 16-GB-Laufspeichermodelle, die derzeit in High-End-Modellen üblich sind, in Zukunft möglicherweise allmählich „vom Aussterben bedroht“ sein könnten. Im Gegenteil, der Anteil der 4-GB-Speichermodelle wird voraussichtlich deutlich zunehmen, während die 12-GB-Modelle voraussichtlich um etwa 40 % schrumpfen und durch 6-GB-/8-GB-Modelle ersetzt werden; Die Lieferungen der aktuellen Mainstream-8-GB-Modelle können ebenfalls halbiert und durch 4-GB-/6-GB-Kombinationen ersetzt werden. Dies bedeutet, dass es für Verbraucher in der gleichen Preisklasse künftig schwieriger werden könnte, Mobiltelefone mit hoher Speicherausstattung zu kaufen.

Dieses Urteil spiegelt den neuesten Bericht des Marktforschungsunternehmens TrendForce wider. Die Agentur prognostiziert, dass die Speicherpreise im ersten Quartal 2026 erneut stark steigen werden, was zu einem starken Kostendruck auf die weltweiten Endgerätehersteller führen wird. Um im Preisspiel mit Apple und anderen Herstellern wettbewerbsfähig zu bleiben, haben einige Marken begonnen, bei den Hardware-Spezifikationen „Platz zu sparen“: Berichten zufolge plant Samsung beispielsweise, beim Galaxy S26 im nächsten Jahr weiterhin vorhandene Kamera-Hardware zu verwenden, als Reaktion auf Apples Strategie, beim Basismodell iPhone 17 den gleichen Preis beizubehalten.

Der Hauptgrund für den angespannten Speichermarkt ist die KI-Welle, die in den letzten zwei Jahren die Welt erfasst hat. Die Nachfrage von Unternehmen und Institutionen nach High-Bandwidth Memory (HBM) ist stark gestiegen, um den Ausbau der Rechenleistung in Rechenzentren und KI-Servern zu unterstützen, während die Hersteller von Speicherchips mehr Produktionskapazitäten und Ressourcen auf profitablere Produkte auf Unternehmensebene verlagern. Aufgrund der begrenzten Produktionskapazität werden die DRAM-Ressourcen für Endverbraucher weiter knapp und die Preise steigen. Die Smartphones sind natürlich die ersten, die die Hauptlast tragen.

Betroffen ist nicht nur die Mobilfunkbranche, auch PCs und Laptops sind nicht immun. Ein weiterer TrendForce-Bericht zeigt, dass PC-Marken wie Dell und Lenovo Preiserhöhungsmitteilungen an Kunden herausgegeben haben, wobei Dell eine Preiserhöhung zwischen 15 % und 20 % prognostiziert, die bereits Mitte Dezember beginnen könnte. Gleichzeitig kündigte der Chipriese Micron diesen Monat an, dass er sich aus dem Verbrauchermarkt zurückziehen und seine bekannte Speicher- und Speichermarke Crucial schließen werde, was die Bedenken des Marktes hinsichtlich mittel- bis langfristiger Preistrends weiter verschärft.

Einige Branchenführer wiesen darauf hin, dass Speicherchips bereits 15–18 % der Kostenstruktur von PCs ausmachen. Da der Anteil des Speichers an den Materialkosten weiter zunimmt, müssen Maschinenhersteller ihre Produktpreisstrategien überdenken, einschließlich des Preisspielraums für neue Modelle und des Umfangs und Tempos der Preissenkungen für ältere Produkte. Für Verbraucher wird es beim Kauf von Maschinen in den nächsten ein bis zwei Jahren wahrscheinlich zu einer neuen Normalität kommen: Die Preise werden möglicherweise nicht unbedingt deutlich steigen, aber die Speicherkonfiguration von Produkten in der gleichen Preisklasse wird sich „rückläufig“ machen und zu einer häufigeren Option werden.