Laut dem Wall Street Journal beschleunigt Meta in seinem „Super Intelligence Lab“ unter der Leitung von Scale AI-Mitbegründer Alexandr Wang die Entwicklung einer neuen Generation von Modellen für künstliche Intelligenz, darunter ein Bild- und Videomodell mit dem Codenamen „Mango“ und ein neues Textmodell mit dem Codenamen „Avocado“. Diese beiden Modelle sollen im ersten Halbjahr 2026 extern veröffentlicht werden und sind Kernprojekte in Metas neuer Runde der strategischen KI-Roadmap.

Berichten zufolge stellten Wang und Chief Product Officer Chris Cox am Donnerstag in einer internen Meta-Fragerunde den Mitarbeitern den neuen Weg vor und machten deutlich, dass das Unternehmen „alle Mann an Deck“ sei, um Forschung und Entwicklung rund um das neue Modell voranzutreiben. Wang sagte, dass Meta hofft, die Codierungsfunktionen der neuen Generation von Textmodellen erheblich zu verbessern und gleichzeitig neue „Weltmodelle“ zu erforschen, die visuelle Informationen verstehen und Überlegungen, Planungen und Maßnahmen durchführen können, ohne dass für jedes mögliche Szenario ein separates Training erforderlich ist.
Im Wettlauf um generative KI ist Meta in letzter Zeit deutlich hinter Konkurrenten wie OpenAI, Anthropic und Google zurückgeblieben. Seit diesem Jahr hat die KI-Abteilung von Meta mehrere Runden großer Umstrukturierungen durchlaufen, darunter Anpassungen der Organisationsstruktur und des Managements sowie die „Abwerbung“ von Forschern aus vielen Top-Technologieunternehmen. Allerdings haben einige Forscher, die dem Meta Super Intelligence Laboratory (MSL) beigetreten sind, nacheinander das Unternehmen verlassen, was die Stabilität und die externen Erwartungen dieser neuen Abteilung unter Druck setzt.
Letzten Monat kündigte Metas Chef-KI-Wissenschaftler Yann LeCun außerdem an, dass er das Unternehmen verlassen werde, um sein eigenes Startup zu gründen, was als weiterer wichtiger Verlust in der Meta-KI-Reihe angesehen wurde. Derzeit wird immer noch davon ausgegangen, dass Meta noch kein wirklich „Killer“-KI-Produkt entwickelt hat. Die Nutzungsdaten seines Meta-KI-Assistenten basieren eher auf der Größenordnung von Milliarden Nutzern auf bestehenden sozialen Plattformen wie Facebook und Instagram sowie auf der Vertriebsstrategie des Unternehmens, den Assistenten in die Suchleiste der Anwendung einzubetten.
Dies bedeutet auch, dass die erste Charge von Produkten und Modellen von MSL größere interne und externe Erwartungen wecken wird und als entscheidender Knotenpunkt dafür angesehen wird, ob Meta die Lücke schließen oder sogar ein „Comeback“ in der neuen Runde des KI-Wettrüstens erreichen kann. Für Meta, das seine technische Stärke in mehreren Dimensionen wie visuellem Verständnis, Codegenerierung und allgemeinem Denken erneut unter Beweis stellen möchte, setzen die beiden neuen Modelle „Mango“ und „Avocado“ große Hoffnungen.