Die heutige Richtung der Gaming-Branche ist verwirrend. Nachdem die erzwungene Inklusion und der politische Ausdruck allmählich nachließen, kehrte die Branche nicht zur Schöpfung selbst zurück. Stattdessen wurde es immer mehr von der Gewinnmaximierung besessen und ignorierte dabei den Kernwert des Spielspaßes.
Der ehemalige Sony PlayStation-Manager Sean Lydon hat kürzlich seine Meinung dazu geäußert. Seiner Meinung nach sollte sich die Branche darauf konzentrieren, mehr „spaßige Spiele“ zu entwickeln, anstatt blind nach „Profit“ und „Benutzernutzen“ zu streben, da dies zu einer Verschlechterung der Spielqualität führen würde.
Leyden sagte, dass die Leute, wenn sie ihm jetzt Spiele verkaufen, sich darauf konzentrieren, wie sie Geld verdienen, wie groß der Markt ist und wie sie den Anreizmechanismus gestalten. „Sie würden ihren Pitch mit den Worten beginnen: ‚So verdienen wir Geld, wie werden wir den gesamten Zielmarkt erobern‘“, sagte er. „Ich musste sie unterbrechen und sagen: ‚Moment mal, wo bleibt der spaßige Teil des Spiels?‘“

Leyden sagte, er würde sie fragen, was den Spaß an dem Spiel ausmacht. Während geschäftliche Überlegungen wichtig sind, sind Kreativität und Erfahrung gleichermaßen wichtig. Die aktuelle Gaming-Branche überbewertet das Wirtschaftsmodell, ignoriert jedoch, ob der Spielinhalt selbst wirklich herausragend ist.
Heutzutage sind viele Studios besessen davon, extrem lange Spiele von 80 bis 100 Stunden zu produzieren, um eine höhere Bindung der Spieler zu erreichen. Im Gegensatz dazu sind 20 bis 25 Stunden kompakterer Arbeiten sinnvoller und tragen eher dazu bei, die Entwicklungskosten auf mehrere zehn Millionen Dollar statt auf Hunderte Millionen Dollar zu begrenzen.
Viele Spieler stimmen mit Leydens Standpunkt überein, denn zu viele Spiele haben ihren ursprünglichen Spaß verloren. Einige Studios sind jedoch immer noch bestrebt, hervorragende Werke zu entwickeln, wie zum Beispiel „Death Stranding 2“, „Light and Shadow: Expedition 33“, „Two Shadows“ und so weiter.