Das amerikanische Spieleunternehmen Epic Games hat in den letzten Jahren kräftig seine eigene PC-Plattform Epic Games Store entwickelt. Durch die Erhöhung der Aktienquote, die lange Verschenkung kostenloser Spiele und das Streben nach exklusiven Werken versucht es, die Dominanz von Steam im Bereich des digitalen PC-Vertriebs zu erschüttern. Die neuesten Jahresdaten zeigen jedoch, dass die Zahlungsleistung von Drittanbieterspielen auf der Plattform weitaus weniger beeindruckend ist als das Nutzerwachstum.

Laut Daten, die Epic in seinen Jahresendberichten im Laufe der Jahre zusammengestellt hat, stieg der Gesamtkonsum von Spielen von Drittanbietern auf der Epic-Spieleplattform zwischen 2019 und 2024 nur um etwa 1,6 % und blieb damit nahezu stehen. Die Einnahmen aus Spielen von Drittanbietern lagen 2019 bei 251 Millionen US-Dollar. Im Jahr 2022 stiegen sie auf 355 Millionen US-Dollar, was einem Anstieg von 18 % gegenüber dem Vorjahr im Jahr 2021 entspricht, gingen dann aber zwei Jahre in Folge zurück: Im Jahr 2023 sanken sie auf 310 Millionen US-Dollar, was einem Rückgang von 13 % entspricht, und gingen im Jahr 2024 um weitere 18 % zurück. Am Ende waren es nur noch 4 Millionen US-Dollar mehr als im Jahr 2023 2019. Im krassen Gegensatz dazu stieg im gleichen Zeitraum die Zahl der Epic-PC-Nutzer von 108 Millionen im Jahr 2019 auf 295 Millionen im Jahr 2024, was einem kumulativen Fünfjahreswachstum von 173 % entspricht.

Dieser starke Kontrast bedeutet, dass viele neue Benutzer eher Konten registrieren, um kostenlose Spiele zu erhalten, als weiterhin auf der Plattform zu konsumieren. In den vergangenen Jahren machte Epic durch hochkarätige Exklusivwerke wie „Tony Hawk’s Pro Skater 1+2“, „Tetris Effect“, „Kingdom Hearts“ und „Alan Killer 2“ auf sich aufmerksam. Berichten zufolge haben diese Exklusivverträge jedoch nur begrenzte Auswirkungen auf die Gesamtzahlungen Dritter. Derzeit gibt es nur wenige Meisterwerke wie „Alan Killer 2“, die noch nicht auf der Steam-Plattform veröffentlicht wurden.

Was das Benutzererlebnis angeht, wird der Epic Games Launcher von Spielern oft dafür kritisiert, dass er langsam und nicht so vollständig wie Steam ist. Obwohl in den letzten Jahren viele Kernfunktionen fertiggestellt wurden, wird davon ausgegangen, dass die Gesamtfertigstellung immer noch deutlich hinter der Konkurrenz zurückbleibt. Gleichzeitig gelten In-App-Käufe von „Fortnite“ („Fortnite“) als wichtige Säule des Gesamtumsatzes des Epic Stores: In jedem statistischen Jahr machen die Einnahmen aus Spielen von Drittanbietern weniger als die Hälfte des Gesamtumsatzes der Plattform aus, und dieser Anteil ist seit 2022 weiter zurückgegangen 60 %.

Im Fokus der Branche steht die Frage, ob es bei Epics aktueller Strategie „hohe Subventionen, starke Exklusivität und langfristige Spielebereitstellung“ noch Spielraum für Anpassungen gibt. Epic wird voraussichtlich in den nächsten Wochen seine jährliche Betriebszusammenfassung für 2025 veröffentlichen. Die Außenwelt hofft im Allgemeinen, diesen Bericht nutzen zu können, um weiter zu beobachten, ob es Richtungsänderungen in der Produktstrategie, der Freigaberichtlinie und dem Monetarisierungspfad der Benutzer geben wird.